Family, Kids & Co

Windel ade – stressfrei windelfrei

Wir sind windelfrei! Unglaublich, aber wahr. Nach 5 Jahren (Emi ist 5 Jahre und schon lange windelfrei, aber Selma erst seit Neustem, nicht dass es hier zu Verwirrungen kommt…) in denen kein Tag ins Land zog, an welchem  wir keine Windel benutzten ist es jetzt tatsächlich so weit. Seit genau einer Woche habe ich keine Windel mehr in der Hand gehalten und Selma keine Windel mehr angehabt.

Ohne Druck und ohne Stress

Und ich bin stolz, stolz auf sie, weil es so reibungslos innerhalb weniger Tage plötzlich wie von selbst ohne ging. Und weil sie es einfach in ihrem Tempo gemacht hat, dann wann sie es wollte, nicht als ich sie darum gebeten hatte. Ich hatte nämlich bereits mal gefragt, ob sie denn versuchen wolle, ohne Windel auszukommen und mir Bescheid geben könne, wenn sie denn zum Töpfchen müsse. Das ist jetzt circa ein halbes Jahr her. Funktioniert hat es nicht, wenn sie mir Bescheid gab, war es immer schon zu spät. Darauf hatte sie keine Lust, es demotivierte sie. Also ließen wir es direkt wieder sein. Und das war auch gut so. Gut, dann ist sie eben noch nicht so weit, habe ich mir damals gedacht und weder sie noch mich mit dem beliebten Töpfchen-Training weiter unter Druck gesetzt.

Unser Körper hat sein eigenes Tempo
Es ist nämlich so: Damit der Toilettengang überhaupt ein dauerhaftes Erfolgserlebnis bei unseren kleinen Mäusen sein kann braucht es zunächst einmal ein paar physiologische Grundvoraussetzungen. Zwischen Darm, Blase und Gehirn müssen bestimmte Nervenbahnen erst vollständig ausgebildet sein, damit das Signal für “Ich muss mal” auch rechtzeitig ankommt und das Kind dann entsprechend reagieren kann. Wenn das noch nicht gegeben ist, können wir noch so viel trainieren und animieren, es wird nicht funktionieren. Wir vergessen vorallem bei unseren Kleinen oftmals, dass wir keine programmierbaren Maschinen sind und bei manchen Abläufen spielt eben nicht nur eine bestimmte eingeübte, antrainierte immer wieder wiederholte Gewohnheit eine Rolle, sondern der körperliche Entwicklungsstand. Und den können wir nicht beeinflussen. Da braucht es manchmal einfach nur Zeit, Geduld und Akzeptanz der Situation.
Klar, es gibt diejenigen Kinder, die reichlich früh sind und dann gibt es eben auch diejenigen die wesentlich später bereit sind und das ist gut so wie es ist. Wir sind alle verschieden, eben auch dann, wenn es um die Entwicklung der Fähigkeit geht, wann ein Kind dazu bereit ist, das Windelalter abzuschließen. Durchschnittlich sagt man sind Kinder mit 28 Monaten tagsüber trocken und nachts mit 33 Monaten. Super, da sind wir doch mit 33 Monaten sogar noch im Durchschnitt 😉
Selma hat es dann tatsächlich auch ganz von selbst eingefordert, nun nachts auch keine Windel mehr tragen zu wollen. Wunderbar, gleich ausprobiert und es klappte prima, wir haben bisher keinen einzigen Fauxpas erlebt. Ich möchte nicht behaupten, dass dies so bleiben wird, doch bin ich mir sicher, dass es einfach der richtige Zeitpunkt für sie war, sie war so weit, ohne Druck, ohne Anforderung, ohne meinen Wunsch, sondern ganz alleine, weil sie es so wollte.

Viele Entwicklungen passieren im Nachgang zu größeren Ereignissen. Ihre Reise mit ihrem Baba und ihrer großen Schwester ohne ihre Mama hat sie größer werden lassen, wachsen lassen. Als sie sich von mir hier für 17 Tage in den Urlaub verabschiedete war sie mein kleines Mädchen und sie kam wieder als eine ganz Große. Man sieht es ihr an, man merkt es an ihrem Verhalten, an ihrer Art, da hat sich etwas deutlich verändert. Ich habe nun wirklich zwei “große” Mädchen. Schön!!

Über meine Zeit als “Mama allein zuhaus” berichte ich euch nächstes Mal.

 

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