Leben im Ausland

Vom Ende, vom neuen Anfang und Visionen

Nun ist es soweit und für uns heißt es Abschied nehmen. In 8 Wochen werden wir hier in Seoul unsere Zelte abbrechen und unsere Reise zurück nach Deutschland antreten. Es sind gemischte Gefühle, mit denen ich zur Zeit konfrontiert werde.

Zwischen Vorfreude und Unsicherheit

Da ist zum einen natürlich unglaubliche Vorfreude auf Familie und Freunde in Deutschland. Seit April 2016 war ich nicht mehr dort und habe viele mir liebe Menschen seitdem auch nicht mehr gesehen und sehr vermisst. Gleichzeitig drängt sich mir ein starkes Gefühl von Unsicherheit auf, denn wir gehen nicht an den Ort zurück von wo aus wir unsere Reise nach Korea angetreten sind. Wir werden nicht nach Frankfurt zurück kehren. Unser nächster Stopp wird Erlangen – Nürnberg sein. Ich war noch nie dort, ich habe keine Ahnung und bin gleichzeitig begeistert, wenn ich mir im Internet Bilder ansehe und die vielen schönen für mich so typisch deutschen Häuser sehe, die viele Natur, das viele Grün, das für mich noch so Ursprüngliche – denn das ist es, was ich hier vermisst habe. Ich bin Großstadt gesättigt – meine Ohren und mein Kopf rauschen – ich wünsche mir Ruhe, Ursprünglichkeit, Natur, Nähe, nicht mehr so viel artificial und Smog und Beton.

Wir kommen also zurück – und es wartet wieder ein neues Abenteuer auf uns – eine für uns neue, unbekannte Stadt, mit neuen uns noch nicht bekannten Menschen, Freundschaften, die geknüpft werden dürfen, Gegenden die erkundet werden wollen, Herausforderungen, die gemeistert werden möchten und natürlich ein riesen Rucksack vollgepackt mit Plänen, die wir haben für uns persönlich, für uns als Familie, beruflich, unternehmerisch und und und…

Wir halten die Spannung hoch

Und ich glaube, das ist es ein wenig, dass uns trägt. Diese Spannung für unser Tun und unsere Pläne, die wir immer wieder erschaffen. Egal wohin der Weg uns führt, wir haben Pläne, wir machen uns selbst diese Pläne, wir kreieren uns Vorstellungen unserer Zukunft, in der wir wünschen zu leben, wir schaffen Bilder in unseren Köpfen, die wir anvisieren und die uns da hinbringen sollen wo wir hinkommen – ortsunabhänging. Das fühlt sich für mich ein bisschen nach Freiheit an – die Fähigkeit dies zu beherrschen nach Luxus. In diesem Kontext ist es mir auch völlig egal, wo ich auf der Welt bin und deswegen ist für mich der Ort mittlerweile zweitrangig.

Ich visualisiere mir meine Welt ganz so wie sie mir gefällt

Fragen und Aussagen, die mich aktuell erreichen: Ja nun ist Erlangen aber gar nicht der Ort wo du herkommst, du kennst das ja gar nicht, das ist doch bestimmt nicht leicht. Oder: Das wird doch bestimmt total schwer für euch, wenn ihr dann gar nicht nach Frankfurt wieder zurück kommt und in Erlangen ganz von 0 anfangen müsst. 
Es fällt mir schwer, solche Aussagen zu verstehen. Ich sehe den Schwierigkeitsgrad nicht und darüber bin ich auch froh. Vermutlich fällt es uns einfach so leicht, wie wir uns wünschen, dass es leicht fallen soll – Stichwort Visualisierung. Was soll ich mich denn jetzt gerade damit beschäftigen, welche Hürden und vermeidlichen Schwierigkeiten uns dort erwarten werden, wenn ich a) noch gar nicht da bin und b) es sogar hinbekommen habe gemeinsam mit meiner Familie am anderen Ende der Welt glückliche und erfüllende Jahre zu verbringen. Man mag mich nun Träumerin nennen – das klingt so negativ –  ich möchte mich lieber als eine Visionärin sehen. Ich möchte nicht stagnieren aus welchen fadenscheinigen Gründen auch immer. Ich möchte mich selber auch nicht blockieren mit Gedanken solcher Qualität, sie fördern nicht, sie fordern nur zu viel Energie, ich möchte lieber das Potential in etwas sehen, die Chance, das, was es mir Gutes bringen kann.

Und deswegen sehe ich unseren nächsten Schritt als unsere nächste Chance, für jeden Einzelnen von uns, als Familie, als Paar, beruflich, privat, auf allen Ebenen in allen Facetten. Ich bin neugierig, ich bin gespannt, ich WILL das JETZT und wir haben Pläne – das ich so wichtig!!

Und ich freue mich auch außerordentlich, wenn ihr uns auch auf diesem Weg begleitet! Danke, dass ihr dieses ganze Stück schon gemeinsam mit uns gegangen seid, danke für all euer Feedback vor allem auch bei Instagram – wir sind mittlerweile 800 und ich freue mich über jeden einzelnen von euch!

 

 

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