Schlagwort: Seoul

Unser Wochenende in Bilder vom 19./20.09. – Von alten Gemäuern und neusten Beautytrends

Dieses Wochenende haben wir uns mal wieder einen uns bisher noch unbekannten Teil der Stadt angesehen. Davon gibt es in Seoul nämlich noch so einige. Da das Wetter auch immer noch traumhaft ist, hält uns so sowieso gut wie nichts im Haus. (Wobei wir uns am Samstag Abend als wir Heim kamen ein bisschen ärgerten, denn in unserem Haus hatte offensichtlich ein Film-Dreh stattgefunden. Das ist natürlich spannend, leider haben wir es verpasst.
Nach einem ausgiebigen Frühstück mit vorgezogenen Sonntags-Brötchen und Wochenend-Rumgetrödel am Vormittag machten wir uns am Samstag auf den Weg zum Nationalen Volkskundemuseums. Nun ja, das klingt erstmal richtig langweilig. So nach Schule und ziemlich trockenem, blöden Ausflug. So war es aber gar nicht.

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Rainbowclass – oder wie Herzmädchen plötzlich einfach alleine durch Seoul tourt

Ihr Lieben, die Zeit rennt und rennt und man möchte so vieles mit euch teilen, aber die Tage sind zu kurz für das was man alles tun mag. Und so ist es wieder eine Ewigkeit her, dass ich für euch geschrieben habe.
Der Juni ist vorbei und wir haben eine Menge erlebt. Unser Herzmädchen besucht nun endlich ihre preschool. Genauer gesagt ist es erstmal “nur” ein vier-wöchiges summercamp, denn danach schließt ihre Schule für die Sommerferien. Ab September geht es dann in ihrer neuen Klasse richtig los. Das summercamp gefällt ihr sehr gut. Sie ist in der Rainbowclass. Das erzählt sie auch immer ganz stolz. Mittlerweile sagt sie jeden morgen: Gehen wir jetzt endlich los? Weiterlesen

A & O – Vom Auswandern und Orientieren (Teil 3)

Die Zeit rast, wir sind seit fast einem Monat in Südkorea und es kommt mir tatsächlich vor als wäre es schon viel länger. Es ist vollkommen normal hier zu sein mittlerweile. Ich kann zwar noch nicht wirklich behaupten, dass wir einen geregelten Alltag haben, aber wir haben so etwas wie eine kleine Routine. Da es für die Große Mitte Juni in den Kindergarten bzw. die sogenannte preschool geht, wird sich dann aber wahrscheinlich erst unser richtiger Alltag einstellen.
Darauf freue ich mich schon so sehr. Ich bin so ein Gewohnheitsmensch und eigentlich total unflexibel. Am leichtesten fällt es mir und am wohlsten fühle ich mich dann, wenn ich wirklich alltägliche Routinen habe, an denen ich mich sozusagen durch den Tag hangele und  die möglichst Tag für Tag identisch sind. Klingt irgendwie total unflexibel. Ja, das stimmt. Eine Erkenntnis, die mir erst vor Kurzem kam. Ich freue mich ausserdem auf die Kindergartenzeit, da meiner Großen daheim mit Mama einfach doch die Decke langsam auf den Kopf fällt. Ich versuche neben dem alltäglichen Haushaltskram, kochen und was eben noch so anfällt für die Kids so gut es mir alleine möglich ist Programm zu machen. Doch ich kann sie verstehen. Sie liebt es viele Kinder um sich zu haben. Nun ist es ja nicht mehr all zu lange. So, nun aber zurück zum eigentlichen Thema.
Heute soll es ja um unseren letzten Teil vom Auswandern und Orientieren gehen. Falls ihr bisher nicht mitbekommen habt, was schon alles passiert ist, könnt ihr das einmal hier und einmal hier nachlesen.

Der Flug mit beiden Kids war mittelmäßig ok. Die Große hat direkt nach dem Start für circa 2 Stunden geschlafen und war dann aber, wenn ich mich recht erinnere komplett wach. Wir haben Spaziergänge durch das Flugzeug gemacht, die Wolken bestaunt, den Sonnenaufgang genossen und irgendwie versucht die Zeit rum zu kriegen. Da die meisten Mitfliegenden schliefen, fiel es mir wirklich schwer meine kleine Temperament-Bombe einigermaßen ruhig zu halten. Aber irgendwie hat es geklappt und wir kamen nach 10 Stunden Flug erleichtert und vollkommen erschöpft in Seoul an.

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Die eigentliche Herausforderung sollte nun sein, wie wir unsere Koffermassen + 1 Kinderbett + 1 Buggy + 1 Maxi Cosi + diverse Taschen/ Rucksäcke + 2 Kinder vom Gepäckband zum Taxi befördern. Leider gibt es hiervon nur ein sehr verwackeltes Bild.

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Aber auch das meisterten wir mit Bravour und saßen innerhalb kürzester Zeit in einem Jumbo – Taxi Richtung unseres neuen Zuhauses. Das war ein ganz wunderbares Gefühl und ich freute mich unwahrscheinlich auf die Wohnung, darauf, der Großen all das zu zeigen, wovon ich ihr die ganze Zeit erzählt hatte.
Unsere Maklerin empfing uns und erklärte uns noch ein paar kleine technische Details und dann ging sie und wir waren nun wirklich plötzlich angekommen in unserer Wohnung mitten in Südkorea, mitten in Seoul.
Yeah nun sollte der Spass also beginnen. Weiterlesen

A & O – Vom Auswandern und Orientieren (Teil 2)

Heute möchte ich euch von unserem letzten Monat zu Hause in Deutschland, dem Umzug und Abschied am Flughafen erzählen.
Als wir also voller neuer Eindrücke und mit einem guten Gefühl, weil wir vieles erledigt hatten auf unserer Orientierungsreise, wieder in Deutschland ankamen, war es natürlich das Schönste unsere Große wieder in die Arme zu schließen. Ihr Onkel holte uns vom Flughafen ab und brachte sie mit, wobei sie überhaupt nicht wusste, was sie am Flughafen bzw. dort wo ihr Onkel sie nun hinfuhr, erwartete. Ihr Blick, als sie uns entdeckte, die Freude in ihren Augen, das war ein unbeschreiblich schönes Gefühl. Ich machte die Auto Tür auf und wir waren beide so glücklich uns wieder in die Arme zu schließen. Sie fragte sofort nach ihrer kleinen Schwester und als sie sie im Kinderwagen entdeckte, stürmte sie voller Freude auf sie zu, umarmte sie und küsste sie. Das war wirklich ein ganz tolles Wiedersehen

Nachdem ich ihr erklärt hatte, wo wir gewesen waren und dass wir einen tollen Kindergarten und ein tolles neues Zuhause für sie gefunden haben, musste ich ihr hoch und heilig versprechen, dass wir nur noch alle zusammen nach Korea fliegen und nicht mehr ohne sie. Na klar, das konnte ich ihr auf jeden Fall versprechen 😉
Dann gingen die Vorbereitungen richtig los. Countdown, nur noch drei Wochen und wir sollten tatsächlich nach Südkorea ziehen, also wirklich ans andere Ende der Welt. Wenn ich manchmal intensiver darüber nachdachte, kam es mir unwirklich vor. Ermessen kann man das, was da auf einen zukommt sowieso nicht. Von daher, einfach wagemutig voran, Augen auf und drauf los 🙂

Wir hatten natürlich in Seoul auch den Lebensmittel-Markt erkundet und uns dazu entschieden einiges unserer elementaren Lieblings-Lebensmittel im Container mitzunehmen. Das musste alles gekauft werden. Dann brauchten wir Windeln, Feuchttücher und Milchpulver für die Kleine – und das alles in Massen. Solche Sachen sind extrem teuer in Seoul, daher häuften wir auch hier einen Vorrat an und entschieden uns dazu, diese Sachen mit dem Container nach Korea verschiffen zu lassen. Einen Teil davon haben wir auch schon auf dem Flug mitgenommen. Wir mussten unsere Lagerfläche in in Deutschland vergrößern, da wir uns dazu entschieden hatten, doch mehr Möbel in Deutschland zu lassen als ursprünglich geplant, da unser Vermieter unsere Wohnung teilweise möblieren würde. Das Lager wurde dann eingeräumt, nach und nach mit unseren Habseligkeiten gefüllt. Ich war permanent damit beschäftigt Dinge zu sortieren, auszumisten, wegzuschmeißen, in Kisten zu packen. Es schien ein Fass ohne Boden zu sein und ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese Wohnung, tatsächlich irgendwann leer geräumt sein würde. Gelebt hatten wir dort gerade einmal vier Jahre. Was sich in vier Jahren alles ansammeln kann, ist wirklich unglaublich. Ich denke ich muss mir ein neues System überlegen, vorallem bei Kleidungsstücken. Vielleicht so etwas wie ein neues Teil kaufen, zwei alte Teile in die Altkleidersammlung. Ok, das ist ein anderes Thema (aber durchaus interessant. Wie macht ihr das denn so?).

Und dann war es doch tatsächlich schneller als gedacht soweit. Die letzte Woche in Deutschland kam und mein Mann ging nochmal für drei Tage zu einem Seminar. Das hieß ich war in der letzten Woche von Montag bis Mittwoch alleine mit den Kids daheim, am Donnerstag sollten die Möbelpacker kommen und am Freitag sollten wir fliegen. Das sah nach einer äußerst entspannten Woche aus. Tatsächlich war sie aber wirklich toll. Die drei Tage verbrachte ich mit meiner jüngsten Schwester, sie half mir mit den Kids und den restlichen noch zu erledigenden Sachen und wir genossen einfach nochmal die letzten Tage zusammen. Den Mittwoch abend verbrachten wir mit packen und am Donnerstag wurden die letzten großen Möbelstücke eingelagert bzw. für den Container abgeholt.

Sehr berührend und für mich irgendwie auch ziemlich schwer, war der Abschied meiner Großen aus ihrer Kindergarten-Gruppe. Am Abend vorher hatte sie mit ihrer Oma Muffins gebacken es sollte eine kleine Abschiedsfeier geben. Die Große war sehr verwurzelt in ihrer Gruppe und zu ihren Erziehern hatte sie ein ganz tolles Verhältnis, sodass es mich wirklich schmerzte, dass diese Zeit für sie nun zu Ende gehen sollte. Ein wenig tröstete mich die Tatsache, dass ihr Lieblings-Erzieher am gleichen Tag zum letzten mal in der Gruppe war und auch die Gruppe wechselte, sodass es diese Konstellation eh nicht mehr gegeben hätte. Sie bekam ein tolles Plakat mit den Händchen aller ihrer Freundinnen und Freunde und ihr Lieblings Buch zum Abschied. Das hat mich sehr gefreut.

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Und dann kam tatsächlich der Donnerstag und die Wohnung wurde ausgeräumt. Endlich war es soweit, aber so langsam machte sich ein mulmiges Gefühl in mir breit. Weiterlesen

A & O – vom Auswandern und Orientieren und dem letzten Monat @ home in Deutschland – Teil 1

Wow, die letzten vier Wochen sind wie im Fluge vergangen und passiert ist so viel. Daher lag mein Blog auch still  und ihr konntet uns leider ‘nur’ auf Facebook begleiten (für alle die uns noch nicht folgen einmal hier entlang 😉

Das wird sich aber nun wieder ändern. Aber immer der Reihe nach. Vom 05. April bis zum 11. April haben wir eine sogenannte Orientierungs – Reise gemacht. Ziel hierbei war es, eine Wohnung zu finden, uns für einen Kindergarten zu entscheiden und natürlich für meinen Mann, sein Team kennen zulernen. Wir entschieden uns dazu, die Große bei den Großeltern zu lassen, damit wir uns auch wirklich voll und ganz in den wenigen Tagen auf das Wesentliche konzentrieren können. Es war klar, wenn wir beide Kids mitnehmen, würden wir nicht drum herum kommen einen großen Teil der Zeit in Kinderprogramm welcher Art auch immer zu investieren. Rückblickend können wir sagen, es war die beste Entscheidung (wenn auch es uns schwer viel zum ersten Mal so lange von unserem großen Mädchen getrennt zu sein!).

Der Flug (10 Stunden!) war mit Baby – sagen wir mal – ganz o.k. Die Kleine war leider etwas angeschlagen und dafür ziemlich tapfer. Geschlafen hat sie trotz eines sogenannten Bassinets fast nur in meinem Arm.  Weiterlesen