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Fertigzeug, nein danke! Instant Gemüsebrühe selbst gemacht

Wenn man sich mit dem Thema Ernährung, Nährstoffen, Lebensmitteln und Gesundheit beschäftigt und sich zur Diplom Ernährungstrainerin ausbilden lässt, gelangt man unweigerlich an den Punkt an dem man merkt, dass viele der “Lebens-mittel” oder Zutaten, die man bisher ohne Bedenken verwendete möglicherweise nicht die gesündesten und nahrhaftesten sind. Lebensmittel, so wie es das Wort eigentlich auch schon sagt, sollen (nicht bestenfalls, sondern grundsätzlich) Mittel zum Leben sein. Das heißt, sie sollen unserem Körper, unserem Organismus das zur Verfügung stellen, was er benötigt, um seine Arbeit gut und ohne negative Wirkung oder Nebenwirkungen (à la Unverträglichkeiten, Allergien und was es da sonst noch so alles gibt) zu erledigen. So weit so gut die Theorie. Es gibt die Unterschiedlichsten Lebensmittel (dazu an anderer Stelle bald mehr) und gerade bei den sogenannten verarbeiteten Lebensmittenl/ Nahrungsmitteln (processed food) lohnt sich immer ein Blick auf die Inhaltsstoffe der Produkte. Die geben euch Aufschluss darüber, was denn so drin ist, in eurem Lebensmittel – oder eben auch nicht drin ist. Ganz leicht zu verstehen sind diese Listen und Tabellen allerdings für den Laien auch nicht, was – nur am Rande kurz erwähnt – oftmals auch nicht ungewollt ist.

Nun zum Thema Gemüsebrühe. Ich wollte also wissen, was lässt denn meine Suppen überhaupt so lecker schmecken? Und siehe da, reichlich Gemüse ist es defintiv nicht.

Hier einmal für euch veranschaulicht, die Zutaten einer typischen deutschen klaren Gemüsebrühe:

  • Jodsalz
  • Geschmacksverstärker (Mononatriumglutamat, Dinatriuminosinat, Dinatriumguanylat),
  • Maltodextrin,
  • Stärke,
  • pflanzliches Öl (gehärtet),
  • Aroma (mit Weizen),
  • 4,8 % Gemüse (Zwiebeln, Karotten, Tomaten, Lauch), Sonnenblumenöl, Kräuter (Petersilie, Sellerieblätter, Liebstöckel), Kurkuma, karamellisierter Zucker

Also, erstmal eine ganze Menge Salz (steht an erster Stelle) und Geschmacksverstärker (ohje, daher kommt also der gute Geschmack), Maltodextrin ist ein Verdickungs- und Konservierungsmittel, Aroma kann ja nun alles sein, was genau darunter zu verstehen ist bleibt unklar und dann an letzter Stelle kommt bei unserer beliebten Instant Gemüsebrühe tatsächlich 4,8 % Gemüse. Das ist leider unterdurschnittlich für ein Produkt dass sich “Gemüsebrühe” nennt.

Wie reichhaltig und nahrhaft diese Produkt ist könnt ihr euch sicherlich vorstellen – überhaupt nicht nahrhaft und mit Lebensmittel hat das relativ wenig zu tun. Ich finde es äußerst schade, wenn wir uns unsere schönen Gerichte, in die wir Mühe und Liebe stecken durch ein so unwertiges Produkt herabqualifizieren. Weiterlesen

Schnelles chicken-curry: einfach & lecker!

(Schmeckt wie bei meinem Lieblingsthai in Frankfurt! Echt!)

Kochen braucht Zeit, Geduld, viel Liebe und ein Gespür für die Zutaten. Im Regelfall. Doch manchmal haben wir diese Zeit einfach nicht, – gerade mit Kind(ern) – dann sind schnelle, einfache Gerichte praktisch. Hier heute mal wieder ein Blitz-Rezept, wenn es etwas schneller gehen sollte und ihr trotzdem ein super leckeres Gericht auf dem Tisch haben möchtet.

Ihr braucht

  • 500 Gramm Hühnchenbrust in kleine Stücke geschnitten.
  • 1 Zwiebel klein geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen klein gehackt
  • 1 Karotte klein in Streifen geschnitten
  • Gemüse nach Belieben (ich habe dieses mal grüne Bohnen und Erbsen (eher ungewöhnlich!) genommen, super passt auch Paprika)
  • 1 EL Currypaste
  • 1 kleine Dose Kokosmilch (herkömmliche Milch geht auch. schmeckt dann aber ein bisschen anders)
  • 1 EL Erdnussbutter
  • 1 Handvoll Nüsse
  • 1 Tasse Reis

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Und so geht’s:

  1. Bereitet parallel zu eurem Hauptgericht den Reis als Beilage zu. Reis benötigt frisch gekocht circa 20 Minuten.
  2. Bratet das Fleisch gemeinsam mit den Zwiebeln und der Currypaste an.
  3. Gebt die Karotten hinzu.
  4. Gießt es nach kurzem anbraten mit Kokosmilch ab.
  5. Nun aufkochen und die Erdnussbutter unterrühren.
  6. Zum Schluss gebt ihr nach und nach euer restliches Gemüse hinzu, sodass es kurz mitkommen kann (Achtung, nicht all zu lange, damit es schön knacken bleibt!)
  7. Gerne könnt ihr mit Salz und Pfeffer nachwürzen, die Currypaste ist an sich schon so reich an Gewürzen, dass ihr das evtl. gar nicht braucht.
  8. Zum servieren streut ihr ein paar Nüsse über euer leckeres Chicken – Curry.

Yummy! Guten Appetit wünsche ich euch!

 

*YUMMY Gemüse*: Bulgur mit Paprika-Tomatengemüse

Ich habe den Sommer über für meine Verhältnisse sehr spartanisch gekocht. Es war teilweise so heiß, das man nicht wirklich Hunger oder Lust auf Essen hatte und wir uns mehr oder weniger durch den Tag gesnackt haben. Das war auch vollkommen ok für alle.

Nun wird es kälter und wir bekommen wieder Lust auf schönes, warmes Essen. Und wie das eben so ist mit Kindern, darf es doch in der Küche auch sehr gerne einfach und schnell gehen. Oft nehme ich mir bewusst die Zeit für aufwendige Gerichte und liebe es, schönes Essen zuzubereiten, doch manchmal muss auch das Einfache reichen. Und schmecken tut auch das allemal.

So zum Beispiel das Rezept, das ich euch nun vorstellen möchte.

Bulgur mit Gemüse ist mit Abstand das leichteste, das man sich nur vorstellen kann, zu kochen.

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Sonntagsbrötchen – mit 5 Zutaten einfach selbst gemacht!

Ich bin ein Fan von Selbstgemachtem. In Deutschland bin ich jedoch niemals auf die Idee gekommen, Brötchen selbst zu backen. Wieso denn auch? An nahezu jeder Ecke findet man Bäckereien mit mal besseren, mal schlechteren Brötchen. Eines haben sie gemeinsam, man bekommt sie zu unschlagbaren Preisen. Das ist mir erst hier in Seoul aufgefallen. Lebensmittel im Allgemeinen sind hier unwahrscheinlich teuer, in Deutschland hingegen sehr günstig.
Das soll aber gar nicht mein Thema heute sein.
Heute möchte ich euch zeigen, wie ihr ohne viel Mühe und ohne viel Aufwand relativ schnell Brötchen selber backen könnt. So schnell habt ihr nicht euch fertig gemacht und seid zum Bäcker morgens gelaufen (oder macht das euer Mann…?).

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