Schlagwort: Erziehung

From Andy’s desk: Wie können wir gute Eltern sein?

Einmal im Monat bekommen wir Post from Andy’s desk. Was ist das, fragt ihr euch jetzt bestimmt. Andy ist der Schulleiter von Emis Schule –  ECLC – Early Childhood Learning Center. Ich bin ein großer Fan unserer Schule, von Anfang an gewesen und immer noch. Sie tut Emi gut, es macht ihr Spaß, sie hat dort ihre Freunde gefunden und Vertrauen in ihre Lehrer und das Schulpersonal. Es ist ein fröhlicher Ort, ein freundlicher Ort und vor allem ein herzlicher Ort. So, da flattert nun also jeden Monat einmal ein Brieflein in unser Haus direkt von Andys Schreibtisch mit allen möglichen Infos über all das, was so im vergangenen Monat passiert ist und einem Ausblick auf das, was im laufenden Monat kommen wird. Dieses mal war ein schöner Beitrag zum Thema ” Wie können wir gute Eltern sein?” dabei, den ich gerne mit euch teilen möchte. Los geht’s:

How can i be a good parent? – Wie können wir gute Eltern sein?
– aus dem englischen (ich bin keine Dolmetscherin, ich kann es sicherlich nicht einwandfrei übersetzen, aber ich gebe mir Mühe.)

Es gibt nicht den einen einzigen und richtigen Weg ein Kind groß zu ziehen. Es gibt auch nicht so etwas wie “die perfekten Eltern” oder “das perfekte Kind”. Aber es gibt ein paar kleine Hilfestellungen, die dazu beitragen können, dass dein Kind gesund und glücklich aufwächst:

Spend time with your children – Verbringe Zeit mit deinen Kindern
Macht Sachen gemeinsam, lest ein Buch zusammen, spielt zusammen, räumt gemeinsam auf. Kinder wünschen sich am meisten deine Aufmerksamkeit. Schlechtes Verhalten ist oftmals nur der Versuch, deine Aufmerksamkeit zu bekommen.

Show your love – Zeige ihnen deine Liebe
Sage deinen Kindern jeden Tag: ” Ich liebe dich. Du bist ganz besonders für mich!” Schenke ihnen viele Umarmungen und Küsse. Weiterlesen

Die Krux mit dem Erziehen:Vom ständigen “Nein” und konsequentem Handeln

Hier lese ich für euch einen Ausschnitt aus dem Artikel vor:

 

Ich bin eine Spielverderberin!
Wenn ich den Anspruch an mich habe, mich selbst reflektieren zu wollen, dann muss ich das ehrlicherweise zugeben, das  ist die Wahrheit! Als Mama bin ich zu einer echten Spielverderberin geworden. Ich sage gefühlte 100.000 mal am Tag “Nein”? Nein, fass das nicht an! Nein, lass das da liegen! Nein, das ist nicht für Kinder! Nein, das darfst du jetzt nicht! Nein! Nein! Nein! Ich fühle mich wie die größte Spielverderberin und das fühlt sich gar nicht gut an und das macht auch irgendetwas mit mir.

Rückblick – Ich erinnere mich …
Ich erinnere mich, wie ich als Kind manchmal nicht verstehen konnte, wenn auf irgendeine Frage, Aktion, Bitte meinerseits mit “Nein!” reagiert wurde. Ich kann mich noch an das erinnern, was eine solche Reaktion bei mir hervorrief: Wieso denken die Erwachsenen, ich kann das nicht, ich schaffe das nicht, ich bin dafür zu klein, wieso darf ich das nicht und xy darf das…? Fühlte ich mich doch groß und stark und in der Lage vieles zu tun, zu probieren, zu erkunden, was mir von den großen Erwachsenen verboten wurde. Sicherlich war ich nicht zu allem in der Lage und überschätzte gewiss meine kindlichen Fähigkeiten, dennoch hatte ich ein natürliches Vertrauen in mich, ein starkes Selbstvertrauen, an dem irgendwie auch mit jedem “Nein!” ein wenig gerüttelt wurde.
Man müsste meinen, ich hätte aus dieser Erfahrung gelernt, es selbst vielleicht etwas anders zu halten.

Wie ist das nun, wenn man selber Mama ist?
Doch so stehe ich nun heute als Mama da und rufe lauthals meinen Kindern immer wieder ein deutliches und klares “Nein!” zu und das hat ganz viele unterschiedliche Gründe

  • Ich habe Angst, dass mein Kind bei einer Aktion etwas passieren könnte,
  • ich traue meinem Kind manchmal (situationsbedingt) nicht zu, dass es Situationen richtig einschätzen und bestimmte Gefahren abschätzen kann,
  • ich möchte meinem Kind beibringen, dass es Regeln gibt, an die es sich halten soll,
  • Ich möchte meinem Kind Grenzen aufzeigen,
  • Und vieles mehr…

Oftmals ist es so, dass ich mir dann vorkomme wie der größte Spielverderber. Die Große macht etwas, das sie auf keinen Fall machen soll, ich sehe es und unterbreche sie in ihrem Tun mit dem Hinweis darauf, dass sie das nicht darf/ machen soll. Ist die Situation relativ entspannt, biete ich ihr einen Kompromiss an, eine Alternative oder irgendeine Hilfestellung, irgendetwas, womit wir beide uns zufrieden geben könn(t)en. Dieser Kompromiss ist manchmal ok, oft aber doof (für sie!). Ob das nun eine Protestreaktion ist oder der angebotene Kompromiss eventuell tatsächlich nicht so gelungen ist, ist völlig egal, denn das Ergebnis ist oft das selbe: Die Stimmung kippt! Die Situation bedingt, denke ich, allerdings eine solche Reaktion. Selbstverständlich findet ein Kind es nicht toll, wenn es bei etwas unterbrochen wird, was ihm offensichtlich gerade großen Spaß macht und ist nicht sofort in der Lage das zu reflektieren und den von Mama gemachten Kompromiss als gut einzuordnen und bestenfalls anzunehmen.
Manchmal entstehen dann diese Konfliktsituationen, da sie mein Eingreifen und das Verbot nicht versteht und in dem Moment, manchmal auch keinerlei Erklärung zulassen möchte. Ein Kompromiss zu schließen ist in so einer Situation nicht möglich. Jetzt muss irgendwie abgelenkt werden, damit die Stimmung nicht ganz hinüber ist.

Nächste Hürde: Konsequent sein
Mit dem “Nein-sagen” und den ewigen oft ungewünschten Kompromissen ist es ja nicht getan. Obendrein wäre es von Vorteil, wenn ich das, was ich mir von meinen Kindern wünsche, möchte, erwarte, verlange auch konsequent wünsche, möchte, erwarte, verlange. Es bringt ja nun nichts, wenn ich heute A und morgen zu ein und derselben Sache B sage oder sie gar ignoriere. Dann weiß mein Kind nicht, was ich nun eigentlich tatsächlich will oder offensichtlich nicht will, noch scheine ich es selbst zu wissen. Daher tut es gut, bevor ich eine Regel aufstelle oder ein “Nein” ausspreche, darüber nachzudenken, ob das nun wirklich sinnvoll und konsequent von mir gewünscht ist und eingefordert werden kann.
“Don’t say it unless you don’t mean it” –  ein wichtiger Satz für mich, wenn es darum geht, darüber zu entscheiden, wie konsequent ich etwas umsetzen möchte. Einmal ausgesprochen und eingefordert, kann ich nicht am nächsten Tag es plötzlich anders wollen. Natürlich kann man auch mal ein Auge zudrücken und vielleicht einfach mal so tun, als hätte man etwas nun gerade nicht gesehen, doch im Regelfall versuche ich unsere “Regeln” konsequent umzusetzen, was mich oft wieder in die Abseitsposition des Spielverderbers rückt.

Die Krux an dieser “Erziehungs-Sache”
Regeln aufstellen und umsetzen, konsequent darin sein und Grenzen setzen, gleichzeitig noch genug Freiraum für Selbstentfaltung lassen und auf die Bedürfnisse und Wünsche des Kindes angemessen eingehen. Die Waage zu halten zwischen sinnvollen Ver-boten und Ge-boten, das Kind angemessen fördern, doch nicht überfordern, all das klingt in der Theorie so wunderbar einfach und sinnvoll und scheint so viel Harmonie und besonders tolle Kinder und später 1A erwachsene Menschen zu versprechen. Im Alltag fühlt es sich aber oft anders und gar nicht schön an. Es ist anstrengend und irgendwie manchmal unfair. Es kann zermürbend und oftmals mühselig sein. Konsequent dabei sein ist schwierig und gelingt auch nicht immer. Wer ist schon gerne und ständig und irgendwie eigentlich immer der Spielverderber? Und wie sieht überhaupt eine friedliche Erziehung aus? Wie laufen denn solche Situationen im Optimalfall ab, sodass alle Beteiligten sich damit wohl fühlen? Und Mama am Ende vielleicht auch mal nicht nur als Spielverderberin das Feld verlässt, sondern vielleicht auch einfach nur einmal die Heldin ist, die die Situation perfekt gemeistert hat.
(Antworten und Anleitungen hierzu bitte sehr, sehr gerne in den Kommentaren!

Und manchmal gibt es sie doch
Ab und an – wenn ich gerade so absolut gar nicht damit rechne – passiert es. Diese Momente sind kurz und klasse. Da steht sie dann plötzlich vor mir und sagt: Mami, ich habe dich jetzt verstanden.  
Und endlich fühle ich mich nicht mehr wie eine Spielverderberin und irgendwie einfach verstanden und gut!

Wie ist das denn bei euch? Ich freue mich, wenn ihr mir in den Kommentaren darüber berichtet wie ihr es so empfindet mit dem “Nein-sagen”. Wie konsequent seid ihr? Fühlt ihr euch auch manchmal wie ein Spielverderber? Schreibt mir, ich freue mich!

 

 

Vom schlafen gehen, sogenannten Phasen und einem Plädoyer

Für Coco!

“Gute Nacht mein Schatz, schlaf gut!”
“Gute Nacht Mama!” Ein Küsschen, eine Umarmung, ein festes drücken, ich drehe mich um, lehne die Tür an, sodass noch ein kleiner Lichtspalt offen bleibt und setze mich entspannt auf die Couch –  geschafft!
So, oder so ähnlich läuft es bei uns …

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Schnullerlos jetzt bin ich groß oder: Immer bei der Wahrheit bleiben!

Der liebe Schnuller. Am Anfang heiß begehrt sowohl von Kind als auch von Mama, wurde er doch mit zunehmendem Alter lästig, unschick und irgendwie wohl auch nicht mehr ganz so gut für die kleinen Milchzähnchen.
Ich muss gestehen, dass ich von Anfang an ein Schnullerfan war. Meine Große war ein sehr unruhiges und wirklich oft schreiendes Baby. Der Schnuller hat ihr geholfen, sich zu beruhigen. Ich hatte den Eindruck mit dem Nuckeln am Schnuller konnte sie sich immer ein Stückchen weit selbst regulieren. Für mich war der Schnuller ein Garant dafür, dass sie abends gut einschlief.
Umso schwerer fiel es mir, mich mit dem Gedanken anzufreunden, dass das Ding eben doch irgendwann mal weg muss. Sie selbst machte natürlich auch nicht den Anschein, als ob er sie arg stören würde.
Stets gab es auch irgend einen anderen Grund nicht gerade jetzt damit zu beginnen, den Schnuller abzugewöhnen. Zuerst kam das Geschwisterchen – eine große Veränderung – nein, da kann ich ihr das nicht nehmen – war mein Gedanke. Dann kam der Umzug nach Seoul, der Abschied also von allem bisher Gewohnten – ein ebenso üngünstiger Moment meiner Ansicht nach. Dann war es manchmal vielleicht auch bequemlichkeit, denn es klappte ja nur zu gut, sie damit zu beruhigen – immernoch.
Im Sommer sollte es dann aber soweit sein, ich war festentschlossen.

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Zusammen ist man doch wirklich weniger allein – vom gemeinsamen Kinderzimmer!

Bei Mamalogik soll es ja nicht immer nur ums Auswandern und Leben im Ausland gehen. Ruhig darf ich meinen Fokus auch mal ein bisschen verschieben und deswegen möchte ich heute mal an einer Blogparade teilnehmen.
Sarah vom Blog Mamagogik hat aufgerufen zu einem tollen Thema zu bloggen: Zimmeraufteilung bei Geschwistern. Weiterlesen