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Kidscafes in Seoul

Ich wurde mittlerweile so oft auf unsere Kidscafes hier in Seoul angesprochen und gerne erzähle ich euch ein bisschen mehr davon.

In Seoul gibt es sehr viele Kidscafes. Kidscafes sind Cafes, denen ein riesen Spielbereich für Kinder angegliedert ist, wo sie sich austoben können und die Eltern gleichzeitig entspannt ihren Kaffe genießen und sich unterhalten können. Obendrein gibt es meistens Betreuungspersonen, die nicht nur ständig damit beschäftigt sind aufzuräumen, sondern auch ein Auge auf die Kinder haben, mit ihnen Lego bauen oder malen und auch mal ein Tränchen trocknen, wenn sie hinfallen (Natürlich liegt die Verantwortung aber bei den Eltern, ihre Kinder im Auge zu behalten).

Am liebsten gehen wir mittlerweile in das HelloBangBang Kidscafe in Haengdang oder das Lilliput Kidscafe in Hannam Dong. Sie sind beide wunderschön zum spielen.

Lilliput Kidscafes sind sehr fancy und schick, aber auch teuer (insbesondere das Essen und die Getränke!), doch es lohnt.

Für alle Neuankömmlinge in Seoul hier die Adresse:
85 Dokseodang-ro, Hannam-Dong, Yongsan-gu, Seoul
Für das koreanische Navi oder den Taxifahrer könnt ihr die koreanische Adresse verwenden:
서울 용산구 독서가로 85 (한남동) 지하1층

Es lohnt sich anzurufen und zu reservieren (mein Lieblingsplatz, der ovale Tisch in der Mitte mit den gemütlichen Sesseln 😉
02-792-9873

Im Lilliput Kidscafe trifft man viele Expats, das Kidscafe ist bekannt in der Community, außerdem sind sehr viele Konsulate und das UN Village in der Nähe.

Wer es lieber etwas einheimischer mag, dem empfehle ich das HelloBangBang Kidscafe in Haedang. Es ist so toll dort.

Eigentlich ist es 1 Raum mit sehr hohen Decken, die Besitzer haben eine 2. Ebene eingebaut und so mehr Raum zum spielen und sitzen geschaffen wurde. Es ist wirklich toll gemacht, schaut es euch unbedingt einmal an.

Hello Hello Bang Bang Kids Cafe (Haengdang)
헬로방방 키즈카페 (행담역점)
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Line 5, Exit 4, Lotte Mart, 4. Stock (Aufzug!)
Die Adresse:
82 Haengdang-ro, Haengdang2(i)-dong, Seongdonggu, Seoul
Auf koreanisch: 서울 성동구 행당로 82 (행당동 346)

Es gibt bei Facebook eine Gruppe, Kiddin around Soko, hier posten Eltern, wenn sie ein neues Kidscafe entdeckt haben oder wenn ein Kidscafe wieder schließt.

Ich wünsche euch viel Spaß beim entdecken und spielen und Kaffe trinken, eure Kinder werden es garantiert lieben.

P.s.: Kennt ihr eigentlich schon meinen Instagram Account? Dort poste ich regelmäßig Bilder und Videos aus unserem Alltag. Ich freue mich, wenn ihr auch da mit dabei seid, einfach hier klicken.

Windel ade – stressfrei windelfrei

Wir sind windelfrei! Unglaublich, aber wahr. Nach 5 Jahren (Emi ist 5 Jahre und schon lange windelfrei, aber Selma erst seit Neustem, nicht dass es hier zu Verwirrungen kommt…) in denen kein Tag ins Land zog, an welchem  wir keine Windel benutzten ist es jetzt tatsächlich so weit. Seit genau einer Woche habe ich keine Windel mehr in der Hand gehalten und Selma keine Windel mehr angehabt.

Ohne Druck und ohne Stress

Und ich bin stolz, stolz auf sie, weil es so reibungslos innerhalb weniger Tage plötzlich wie von selbst ohne ging. Und weil sie es einfach in ihrem Tempo gemacht hat, dann wann sie es wollte, nicht als ich sie darum gebeten hatte. Ich hatte nämlich bereits mal gefragt, ob sie denn versuchen wolle, ohne Windel auszukommen und mir Bescheid geben könne, wenn sie denn zum Töpfchen müsse. Das ist jetzt circa ein halbes Jahr her. Funktioniert hat es nicht, wenn sie mir Bescheid gab, war es immer schon zu spät. Darauf hatte sie keine Lust, es demotivierte sie. Also ließen wir es direkt wieder sein. Und das war auch gut so. Gut, dann ist sie eben noch nicht so weit, habe ich mir damals gedacht und weder sie noch mich mit dem beliebten Töpfchen-Training weiter unter Druck gesetzt.

Unser Körper hat sein eigenes Tempo
Es ist nämlich so: Damit der Toilettengang überhaupt ein dauerhaftes Erfolgserlebnis bei unseren kleinen Mäusen sein kann braucht es zunächst einmal ein paar physiologische Grundvoraussetzungen. Zwischen Darm, Blase und Gehirn müssen bestimmte Nervenbahnen erst vollständig ausgebildet sein, damit das Signal für “Ich muss mal” auch rechtzeitig ankommt und das Kind dann entsprechend reagieren kann. Wenn das noch nicht gegeben ist, können wir noch so viel trainieren und animieren, es wird nicht funktionieren. Wir vergessen vorallem bei unseren Kleinen oftmals, dass wir keine programmierbaren Maschinen sind und bei manchen Abläufen spielt eben nicht nur eine bestimmte eingeübte, antrainierte immer wieder wiederholte Gewohnheit eine Rolle, sondern der körperliche Entwicklungsstand. Und den können wir nicht beeinflussen. Da braucht es manchmal einfach nur Zeit, Geduld und Akzeptanz der Situation.
Klar, es gibt diejenigen Kinder, die reichlich früh sind und dann gibt es eben auch diejenigen die wesentlich später bereit sind und das ist gut so wie es ist. Wir sind alle verschieden, eben auch dann, wenn es um die Entwicklung der Fähigkeit geht, wann ein Kind dazu bereit ist, das Windelalter abzuschließen. Durchschnittlich sagt man sind Kinder mit 28 Monaten tagsüber trocken und nachts mit 33 Monaten. Super, da sind wir doch mit 33 Monaten sogar noch im Durchschnitt 😉
Selma hat es dann tatsächlich auch ganz von selbst eingefordert, nun nachts auch keine Windel mehr tragen zu wollen. Wunderbar, gleich ausprobiert und es klappte prima, wir haben bisher keinen einzigen Fauxpas erlebt. Ich möchte nicht behaupten, dass dies so bleiben wird, doch bin ich mir sicher, dass es einfach der richtige Zeitpunkt für sie war, sie war so weit, ohne Druck, ohne Anforderung, ohne meinen Wunsch, sondern ganz alleine, weil sie es so wollte.

Viele Entwicklungen passieren im Nachgang zu größeren Ereignissen. Ihre Reise mit ihrem Baba und ihrer großen Schwester ohne ihre Mama hat sie größer werden lassen, wachsen lassen. Als sie sich von mir hier für 17 Tage in den Urlaub verabschiedete war sie mein kleines Mädchen und sie kam wieder als eine ganz Große. Man sieht es ihr an, man merkt es an ihrem Verhalten, an ihrer Art, da hat sich etwas deutlich verändert. Ich habe nun wirklich zwei “große” Mädchen. Schön!!

Über meine Zeit als “Mama allein zuhaus” berichte ich euch nächstes Mal.

 

Mandelmilch selbstgemacht – einfach und schnell!

Heute habe ich etwas super simples für euch: Mandelmilch und zwar selbst gemacht. Die Mandelmilch, die ich hier in Seoul kaufen kann ist immer stark mit Zucker angereichert. Das mag ich nicht, den Zucker füge ich lieber selber hinzu, wenn ich das möchte.

Ich nehme Mandelmilch sehr gerne für meine Smoothies/ Milchshakes oder für meine Overnight Oats – als Milchersatz. Ihr könnt das mal ausprobieren, es schmeckt wirklich prima.

An sich ist der Begriff Mandelmilch irreführend, Mandelwasser würde es eigentlich eher treffen. Da es aussieht wie Milch, nennt man es wohl Milch. Klingt auch irgendwie gehaltvoller. Nun aber zu unserem simplen Mandelmilch-Rezept.

Ihr braucht: wpid-picsart_1455762516381.jpg

200 Gramm Mandeln
1 Liter Wasser
Zimt oder Vanillezucker (optional!)

Und so geht’s:
Füllt die Mandeln in einen Behälter, gießt das Wasser darauf und püriert das Ganze mit einem Pürierstab circa 1 Minute. Das Wasser wird sofort milchig. Anschließend gießt ihr das Gemisch durch ein Mulltuch und erhaltet dadurch eine schöne Mandelmilch. Die “Mandelpaste”, die da übrig bleibt bitte nicht wegschmeißen, die könnt ihr eurem nächsten Müsli beimischen. Nach Belieben dürft ihr eurer Mandelmilch noch einen eigenen Flavour geben. Ich mache das manchmal mit Zimt oder Vanillezucker. Füllt eure Mandelmilch in eine verschließbare Flasche, so könnt ihr sie 2-3 Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Wenn ihr eure Mandelmilch fertig hergestellt habt und sie sogleich mal zum Einsatz bringen wollt, macht euch doch einen leckeren Banane-Peanutbutter-Mandelmilch-Shake.

Einfach 2 Bananen mit 1 Teelöffel Peanutbutter und ein bisschen Mandelmilch mit dem Pürierstab mixen und schon habt ihr einen leckeren, cremigen Shake. Ergänzen könnt ihr den Shake auch noch mit einem Esslöffel Nusseis, dadurch wird es noch cremiger #yummy!!!

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Wenn es den Kleinsten schmeckt, muss es gut sein, oder? Der Becher war natürlich nicht voll 😉 Sie liebt es einfach aus diesen riesen Milchshake-Bechern zu schlürfen.

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Ich wünsche euch einen ebenso tollen Genuss!

Fertigzeug, nein danke! Instant Gemüsebrühe selbst gemacht

Wenn man sich mit dem Thema Ernährung, Nährstoffen, Lebensmitteln und Gesundheit beschäftigt und sich zur Diplom Ernährungstrainerin ausbilden lässt, gelangt man unweigerlich an den Punkt an dem man merkt, dass viele der “Lebens-mittel” oder Zutaten, die man bisher ohne Bedenken verwendete möglicherweise nicht die gesündesten und nahrhaftesten sind. Lebensmittel, so wie es das Wort eigentlich auch schon sagt, sollen (nicht bestenfalls, sondern grundsätzlich) Mittel zum Leben sein. Das heißt, sie sollen unserem Körper, unserem Organismus das zur Verfügung stellen, was er benötigt, um seine Arbeit gut und ohne negative Wirkung oder Nebenwirkungen (à la Unverträglichkeiten, Allergien und was es da sonst noch so alles gibt) zu erledigen. So weit so gut die Theorie. Es gibt die Unterschiedlichsten Lebensmittel (dazu an anderer Stelle bald mehr) und gerade bei den sogenannten verarbeiteten Lebensmittenl/ Nahrungsmitteln (processed food) lohnt sich immer ein Blick auf die Inhaltsstoffe der Produkte. Die geben euch Aufschluss darüber, was denn so drin ist, in eurem Lebensmittel – oder eben auch nicht drin ist. Ganz leicht zu verstehen sind diese Listen und Tabellen allerdings für den Laien auch nicht, was – nur am Rande kurz erwähnt – oftmals auch nicht ungewollt ist.

Nun zum Thema Gemüsebrühe. Ich wollte also wissen, was lässt denn meine Suppen überhaupt so lecker schmecken? Und siehe da, reichlich Gemüse ist es defintiv nicht.

Hier einmal für euch veranschaulicht, die Zutaten einer typischen deutschen klaren Gemüsebrühe:

  • Jodsalz
  • Geschmacksverstärker (Mononatriumglutamat, Dinatriuminosinat, Dinatriumguanylat),
  • Maltodextrin,
  • Stärke,
  • pflanzliches Öl (gehärtet),
  • Aroma (mit Weizen),
  • 4,8 % Gemüse (Zwiebeln, Karotten, Tomaten, Lauch), Sonnenblumenöl, Kräuter (Petersilie, Sellerieblätter, Liebstöckel), Kurkuma, karamellisierter Zucker

Also, erstmal eine ganze Menge Salz (steht an erster Stelle) und Geschmacksverstärker (ohje, daher kommt also der gute Geschmack), Maltodextrin ist ein Verdickungs- und Konservierungsmittel, Aroma kann ja nun alles sein, was genau darunter zu verstehen ist bleibt unklar und dann an letzter Stelle kommt bei unserer beliebten Instant Gemüsebrühe tatsächlich 4,8 % Gemüse. Das ist leider unterdurschnittlich für ein Produkt dass sich “Gemüsebrühe” nennt.

Wie reichhaltig und nahrhaft diese Produkt ist könnt ihr euch sicherlich vorstellen – überhaupt nicht nahrhaft und mit Lebensmittel hat das relativ wenig zu tun. Ich finde es äußerst schade, wenn wir uns unsere schönen Gerichte, in die wir Mühe und Liebe stecken durch ein so unwertiges Produkt herabqualifizieren. Weiterlesen

Wir bleiben noch ein bisschen hier – Seoul 2017

Seit Mai 2015 leben wir nun also in Seoul. In Südkorea. Über 8000 Kilometer entfernt von unserer Heimat, Freunden und Verwandten.

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Die vergangenen anderthalb Jahre waren spannend, anders, eine Herausforderung in vielerlei Hinsicht, nicht immer einfach, aber meistens sehr schön, von allem etwas und von Neuem ganz viel, dafür von Altbekanntem ziemlich wenig, was auch nicht unbedingt schlecht sein muss. Wir fühlen uns wohl und das ist, denke ich, die Hauptsache.

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Heute ist der 7.11.2016 und eigentlich sollten wir seit 7 Tagen schon wieder in Deutschland sein. Vielleicht hätten wir eine neue Wohnung, vielleicht auch nicht, vielleicht wären wir irgendwo vorübergehend erstmal untergekommen, bis wir vor Ort dann alles Nötige geregelt hätten. Unser Ausweis hier lief ab, am 31.10.2016, eigentlich sollten wir also gar nicht mehr hier sein, aber wir sind es noch, denn wir bleiben noch ein bisschen hier – in “unserem Seoul”, das also vorübergehend sicherlich nicht Heimat, aber zuhause geworden ist. Weiterlesen