Family, Kids & Co

So habe ich mich als Mama verändert! Blogparade

Die liebe Frida von 2 Kind Chaos hat zur Blogparade aufgerufen. Und wenn die Frida ruft, da folge ich sehr gerne. Das Thema ist nämlich all zu schön: Wie habt ihr euch denn so verändert als Mama?- möchte Frida von uns wissen.

Sich verändern ist ja immer so eine Sache, das kommt nicht von heute auf morgen, man ist nicht heute so und morgen plötzlich anders. Es ist ein schleichender Prozess, der vielleicht auch gar nicht immer sofort auffällt, der vielleicht auch nicht mal sonderlich ins Gewicht fällt. Und doch gibt es ein paar Dinge, die ich ganz klar benennen kann, die anders sind, seitdem ich Mama bin. Hier für dich Frida und für euch meine Top 5 Veränderungen:1.) Liebe – Ein Kind zu bekommen ist an sich schon die größte Veränderung der Lebensumstände überhaupt –  wie ich finde. Kein Ereignis ist so einschneidend wie eine Geburt und mit diesem Moment und durch diesen Moment verändert sich so vieles. Da tauchen plötzlich Gefühle auf, die vielleicht schon immer da, aber ganz tief verborgen waren – bedingungslose Liebe für ein Wesen, das man an sich ja noch gar nicht kennt, das plötzlich da ist, nicht mehr weg geht und völlig hilflos auf einen angewiesen ist. Diese Art von Liebe und so etwas erfahren zu dürfen ist Veränderung pur. Es hat mich verändert, meine Sicht auf das Leben, auf die Menschen, auf die Welt und auch meine Sicht auf mich selbst. Zu was wir alles im Stande sind, was wir alles leisten können – das zeigt mir mein Mama-sein sowieso immer wieder.

2.) Angst – Mit der Liebe kommt die Angst. Als würde sie lauern auf ihre nächste Chance, sitzt sie mir seitdem ich Kinder habe im Nacken. Es ist eine tiefgreifende Angst vor Verlust, vor Schmerz, vor Traurigkeit. Ich möchte meine Kinder nicht traurig sehen, es tut mir weh, wenn sie leiden. Manchmal habe ich urplötzlich Angst davor, einem von uns könnte etwas passieren – Angst davor, nicht genügend Zeit miteinander zu haben. Angst davor, nicht genug unserer Leben miteinander teilen zu können, Angst davor uns irgendwann zu verlieren, Angst davor, dass die Einheit die wir gerade sind, irgendwann so auch nicht mehr sein wird. Ich höre immer alle sagen „Genießt die Zeit, sie geht so schnell vorbei“ – Wenn ich meine Emi heute anschaue mit ihren 4 Jahren, wie sie da so groß und reif vor mir steht und kluge Sprüche in die Welt hinausposaunt, ja, dann habe ich schon heute das Gefühl, das ich diesen kurzen 4 Jahren einiges viel zu wenig genossen habe.

3.) Ungeduld und Aggression – Das ist eine nicht ganz so schöne Seite, die ich an mir kennen lernen musste. Meine Kinder können mich auf die Palme bringen. Bestimmte Aktionen, bestimmt Töne, die sie von sich geben treffen bei mir auf einen Nerv, der mich schier an die Decke gehen lässt. Wenn ich sie fünf mal ruhig um etwas gebeten habe, gebetsmühlenartig ihnen die Vorzüge gewisser Verhaltensweise vorgepredigt habe, und sie immer noch nicht drauf eingehen – sei es aus Unverständnis, sei es aus Ignoranz (ich weiß es nicht und es ist mir meistens in diesen Momenten auch egal), dann könnte ich durchdrehen. Es ist nicht immer alles wie im Bilderbuch friedlich und ruhig und ausgeglichen – nein im Gegenteil, es ist ganz oft laut, durcheinander, hektisch und unkontrolliert. Da ich (ein bisschen) dazu veranlagt bin, Ordnung zu lieben, komme ich damit nicht immer ganz so gut zu recht. Ich werde daran (–> an mir!) arbeiten.

4.) Empathie – ich meine schon immer recht empathisch gewesen zu sein, allerdings hat sich das durch meine Kinder oder mit meinen Kindern oder dank meiner Kinder potenziert. Schlechte Nachrichten möchte ich am liebsten nicht mehr hören, denn sie gehen mir jedesmal sehr nahe. Letztens habe ich darüber nachgedacht, ob es einer Blume wohl weh tut, wenn ich ihre Blätter abschneide, damit sie in der Vase schöner aussieht. Da wusste ich: Ok Johanna, du musst aufpassen, Empathie mit Pflanzen geht zu weit 😉 Sind das vielleicht die Mama-Hormone???

5.) Weitsicht – Sicherlich ist diese Veränderung unter anderem dieser neuen Form der Angst geschuldet. Früher habe ich mir zum Beispiel keinerlei Gedanken darüber gemacht, was ich esse. Ich habe gegessen, was mir schmeckt und was gerade so da war. Bio war irgendwie uncool und alternativ und sowieso viel zu teuer. Regional einkaufen, darüber habe ich im entferntesten nicht nachgedacht. Das ist heute völlig anders. Gesundheit und Nahrung und Verantwortung für unsere Umwelt, für unsere Welt übernehmen, das sind Themen, die mich heute sehr beschäftigen, denen ich sehr gerne meine Zeit widme und die mich auch dazu veranlasst haben nochmal ganz neue Wege einzuschlagen (dazu schreibe ich hoffentlich bald mehr!).

Das waren meine Top 5 Veränderungen und sicherlich gibt es da noch ganz viel mehr. Sicherlich wird es auch in Zukunft noch ganz viel mehr Veränderung geben, die Kinder werden größer, damit ändern sich die Herausforderungen, damit verändern wir uns und das ist auch gut so. Wenn ich drei Wünsche offen hätte und mir wünschen dürfte, wo ich mich im Hinblick auf unser Familien-leben mal ein bisschen verändern wollen würde, fielen mir diese drei ein: einfach mal 5 gerade sein lassen können, einfach mal weg gucken, einfach mal nicht hinhören. Dann wäre ich sicherlich um einiges entspannter. Aber eigentlich bin ich ganz zufrieden mit mir, das passt schon.

Wie habt ihr euch so verändert als Mama? Schreibt mir gerne etwas dazu in den Kommentaren.

 

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