Praktisches für den Alltag mit Kindern: Haus und Wohnung kindersicher machen

Meine beiden Mädels sind ihrem Wesen nach unterschiedlicher Natur. Mein großer Wirbelwind sprüht nur so vor Energie. Ihr Temperament kann auch mal schnell mit ihr durchgehen, sie selbst ihre Kraft unterschätzen und im Nu donnert sie selbst irgendwo gegen oder es knallt etwas wogegen oder, oder, oder.

Einmal nicht richtig aufgepasst…
Schon sehr früh musste ich unsere alte Wohnung kindersicher machen. Anfänglich habe ich sie da unterschätzt. Ein echter Anfängerfehler: Eines morgens ließ ich sie nur wenige Minuten aus den Augen und sie hatte die Schublade unter der Spüle aufgezogen (das war keine herkömmliche Schublade, sondern eine, die man nicht ganz so leicht aufziehen konnte und erst Recht nicht als Kleinkind). Ich sah ihre kleinen Händchen an einem Spülmaschinentab rumwurschteln. Zum Glück ist jeder Spülmaschinentab einzeln verpackt, sodass sie es nicht geschafft hatte die Verpackung zu öffnen und das Tab genüsslich zu probieren.
Dennoch, ich war wirklich geschockt, denn es kann einfach so schnell gehen: Kurz mal nicht das Kind im Auge gehabt und die Kleinen gehen naiv ihrer Neugier nach und erkunden die Wohnung eben auf ihre nicht ganz ungefährliche Art und Weise.

Los geht’s: Die Wohnung wird zur kindersicheren Zone
Also fing ich an sämtliche Steckdosen mit Sicherungen zu versehen, die Schränke derart zu preparieren, dass sie sie nicht mehr öffnen konnte, jegliche Deko auf Kinderaugenhöhe an die höchsten Stellen des Zimmers zu räumen und was man eben noch so alles tun kann und muss, um die Kleinen davor zu bewahren, sich in der Wohnung Schaden zuzufügen.

So unterschiedlich die Charaktere, so unterschiedlich das Verhalten
Bei meiner Kleinen sieht das vollkommen anders aus. Sie ist die ruhige, ausgeglichene Kuschelmaus. Natürlich eifert sie auch ihrer Großen Schwester nach und kann auch mal lauter werden. Doch grundsätzlich ist sie nicht so unberechenbar temperamentvoll wie mein großes Energiebündel.

Bevor wir nach Südkorea gingen kaufte ich sämtliche Kindersicherungsutensilien ein und packte sie bereits in den Koffer. Man geht ja davon aus, im fremden Land bekannte Sachen erstmal nicht zu finden. Das ist allerdings vollkommener Quatsch. Hier gibt es genau die Gleichen, wenn nicht sogar mehr Utensilien um eine Wohnung kindersicher zu gestalten. Ich habe von alldem, was ich einpackte bis vor Kurzem kaum etwas aktiv benötigt.
Meine kleine Maus interessierte sich weder für Steckdosen, noch für Schranktüren. Auch war ihr der Kabelsalat hinter dem Fernseher oder irgendwelche Boxen ganz egal. Seit circa 2 Wochen hat sich das aber geändert.
Und nun sichern auch wir wieder die Schränke, räumen Deko um und müssen einmal mehr akribisch darauf achten, dass die Kleine Maus nicht ihrer Neugier zum Opfer fällt. Wenn es wieder einmal verdächtig ruhig ist, muss ich nun doch ziemlich schnell schauen, dass sie nicht eventuell gerade etwas in der Wohnung entdeckt hat, das sie lieber nicht anfassen, in den Mund stecken oder durch die Gegend befördern sollte.

Mein Tip für euch!
Ging es euch auch so? Ward ihr euch bei eurem ersten Kind der kleinen und großen Gefahren in eurer Wohnung auch nicht wirklich bewusst? Bei mir war es learning by doing, für euch habe ich nun eine tolle Checkliste gefunden.

Mit dem Ratgeber Haus und Wohnung kindersicher machen ‘vermeidest du Gefahren für Babys und Kleinkinder in deinen eigenen vier Wänden’. Die Firma New Swedish Design hat eine interaktive PDF gestaltet, wo ihr von Zimmer zu Zimmer gehen und die einzelnen Gegenstände und Elemente des jeweiligen Zimmers anklicken könnt.

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Eine wie ich finde gelungene Idee, schön umgesetzt und mit einer praktischen Checkliste ergänzt.  Für frischgebackene Eltern ohne eigene Erfahrungswerte sicherlich ‘nice to have’.

Hier noch einmal der Link zur PDF. Ich werde es euch auch nochmal in meiner Sidebar verlinken.

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