Rezepte

Mandu oder Ravioli oder Maultaschen oder Manti – von koreanischen Teigtaschen

Als Kind habe ich Ravioli geliebt, später waren es Maultaschen, noch später erweiterte sich mein Vorlieben-zu-Teigtaschen-Repertoire um türkische Manti und das Ganze verkomplettiert sich jetzt mit koreanischen Mandu. Kennengelernt haben wir Mandu als wir hungrig durch die Straßen von Seoul tourten und ein Street-Food-Verkäufer uns auf seine Leckereien aufmerksam machte. Kurz abgeklärt ob das Innenleben auch vegetarisch ist, konnten wir die leckersten Kimchi kun Mandu kosten, die wir bis dahin wohl je gegessen hatten. Wie kann es anders sein, natürlich packte mich der Wahn und ich musste einfach ausprobieren sie selbst zu machen.

Die liebe Mia vom Blog Mama Mia sammelt gerade sämtliche Lieblings-Sommer-Rezepte. Da reihen wir uns natürlich mit unseren Mandu sehr gerne ein.

Hier nun also mein ganz persönliches und sicherlich total europäisiertes Mandu-Rezept:

Was ihr für den Teig benötigt
3 Tassen Mehl
1/2 TL Salz
1 EL Öl
1 Tasse Wasser (könnte evtl. etwas mehr sein)

Siebt das Mehl in eine Schüssel, fügt Salz, Öl und Wasser hinzu. Nun verkneten. Formt den Teig zu einem Ball und lasst ihn in Folie eingewickelt circa 60 Minuten ruhen.
Nun könnt ihr die Füllung vorbereiten.

Was ihr für die Füllung benötigt
1 Zwiebel
1 Karotte
200 gr Pilze
50 gr Glasnudeln
400 gr Tofu
1 Handvoll Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 EL Sojasoße
1 EL Austernsoße
Salz und Pfeffer nach belieben

Die Glasnudeln legt ihr in Wasser und weicht sie 20 Minuten ein. Anschließend nehmt ihr sie aus dem Wasser und schneidet sie klein.
Die Zwiebel hackt ihr klein, ebenso die Karotte, die Frühlingszwiebeln und die Pilze.
Den Tofu müsst ihr so ausdrücken, dass keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist, er muss ganz trocken sein.
Nun gebt ihr alles nach und nach in eine Pfanne mit Öl. Zuerst die Zwiebeln, dann die Pilze, dann die Karotten, dann die Frühlingszwiebeln, die Glasnudeln. Zu guter Letzt den Tofu. Alles gut vermengen und andünsten. Zum würzen verwendet ihr Sojasosse und Austernsosse, Salz und Pfeffer. Würzt nach Belieben, so wie es euch am besten schmeckt.

Das Befüllen
Nun könnt ihr euren Teig weiterverarbeiten. Hierzu nehmt ihr euch ein so großes Stück Teig, von dem ihr denkt, es relativ dünn ausrollen zu können.
Rollt es aus und stecht mit einer Konservendose Kreise aus. Jetzt sind eure Teigplättchen bereit zum befüllen. Nehmt hierzu einen Teelöffel eurer Füllung und legt sie mittig auf die Teigplättchen.

Der Teig sollte von seiner Konsistenz so sein, dass er beim zusammenklappen direkt aneinander haftet. Sollte das nicht der Fall sein, könnt ihr die Ränder an der Innenfläche mit Wasser oder mit Eigelb bestreichen und die Teigtaschen so verschließen.
Um das schöne Muster am Rand hin zu bekommen, müsst ihr mit einer Kuchengabel am Rand entlang den Teig eindrücken.

Et voila, fertig sind eure Mandu.

Kochen, frittieren, dämpfen?
Hier scheiden sich die Geister. Ich habe bisher das frittieren und das dämpfen ausprobiert und fande beide Varianten gelungen und lecker.
Beim frittieren legt ihr eure Mandu in eine Pfanne mit (wenig) heißem Öl. Bratet sie kurz an, sodass die untere Seite leicht bräunlich ist. Nun gießt ihr Wasser hinzu, nicht viel, reduziert die Hitze und lasst das Wasser verkochen. Dadurch garen eure Mandus. Fertig sind sie, wenn das Wasser verdunstet ist.
Beim dämpfen benutzt ihr am besten einen Dämpfereinsatz. Legt eure Mandus hinein und dämpft sie 20-25 Minuten.

Füllt euch ein wenig Sojasosse zum dippen in ein Schälchen, oder eine scharfe Soße, die ihr besonders gerne mögt und lasst es euch schmecken!

 

 

 

 

 

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