Familie

Lockdown mit Kindern – so organisieren wir uns im Homeschooling

Einige von euch interessieren sich dafür wie unser Homeschooling Alltag während des zweiten Lockdowns abläuft. Wir haben mittlerweile eine Routine gefunden und uns “eingegrooved”. Interessanterweise stelle ich fest, dass wir recht gut mit dem Homeschooling zurecht kommen. Sowohl Emi als auch Selma haben mit unserer Unterstützung ihren eigenen Weg gefunden, ihren Lernalltag zu gestalten.

Klar, wir haben auch Tage an denen wir genervt und wenig motiviert sind, Tage an denen es schwerer fällt sich aufzuraffen, Tage, die chaotisch ablaufen und an denen wir uns nicht selten wegen einer Schulangelegenheit in die Haare kriegen. Das gehört dazu. Aber wir versuchen uns auch aktiv bewusst zu machen, dass wir die besten Grundvoraussetzungen haben um diese außergewöhnliche und an vielen Stellen herausfordernde Zeit gemeinsam gut durchleben zu können. Und jetzt nehme ich euch mit durch einen typischen Homeschooling Tag bei uns

Ein typischer Tag – #homeschoolingmituns

Emi besucht aktuell die dritte Klasse, Selma ist seid September in der ersten Klasse. Wir haben also nicht mehr nur ein Kind im Homeschooling wie noch im ersten Lockdown, sondern zwei. Plus Baby! Unser Homeschooling Alltag sieht also nochmal anders aus als noch im Frühjahr vergangenen Jahres, als die Pforten der Türen zum ersten Mal schlossen.

Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir recht zeitig in den Tag starten und das Pflichtprogramm diszipliniert durchziehen, um den Rest des Tages mit anderen Aktivitäten zu verbringen. Es hat für uns nicht funktioniert das Homeschooling häppchenweise über den ganzen Tag zu verteilen.

7:00 Uhr Unser Wecker klingelt, ich stehe bei uns als Erste auf. Ela nehme ich gleich mit, sie ist wach und will erstmal gefüttert werden. Ich genieße derweil die Ruhe und trinke meinen ersten Kaffe. Dann wird der Frühstückstisch gedeckt.

7:45 – 8:00 Uhr: Langsam trudeln alle am Frühstückstisch ein.

8:00 – 8:30 Uhr Wir frühstücken gemeinsam und ganz in Ruhe. Ohne Hektik, ohne Stress, schließlich muss niemand das Haus verlassen. Was steht auf dem Tisch? Müsli, Butterbrot, KAFFE!!

Kurz sprechen wir den Tag durch: Was steht an? Gibt es Besonderheiten? Brennt irgendwas auf der Seele? Jeder hat jetzt so ungefähr eine Vorstellung davon, wie sich die nächsten Stunden (zumindest bis zum Mittagessen) gestalten werden. Eine der zentralen Fragen geht jeden Morgen an meinen Mann: Wie liegen deine Meetings? Wann können wir gemeinsam Mittag essen? Das gemeinsame Mittagessen hat sich fest in unserem Alltag etabliert, darauf möchte keiner verzichten. Wie kleine Inseln tragen uns diese kleinen gemeinsamen Pausen durch den Tag, das ist zu einer wirklich schönen Routine geworden (etwas, das mir fehlen wird, wenn alles wieder “back to normal” sein wird).

ab 8:30 Da wir festgestellt haben, dass die Kinder konzentrierter arbeiten, wenn sie nicht gemeinsam an einem Tisch sitzen, verabschiedet ich Emi nach oben unters Dach in ihr “Homeschooling-Office” in ihrem Zimmer. Selma holt ihre Schulsachen und arbeitet im Wohnzimmer am Esstisch.

Beide Kinder brauchen für das Homeschooling ein Tablet oder Laptop, ihre Schulbücher, Hefte und zusätzlich ausgedrucktes Material, dass uns am Wochenende von den Lehrern über die sogenannte Bayernbox zum Download zur Verfügung gestellt wird.

8:30 – 10:30 Relativ selbstständig arbeiten die Kids ihre Wochenpläne durch. Ela macht ihren ersten Nap und ich kümmere mich um: die Wäsche, die Küche, das Mittagessen – alles was im Haushalt anfällt.

Das bisschen Haushalt…

Der Mann arbeitet in sein Homeoffice Büro im ersten Stock, einmal dort oben sehen wir in zwischendurch für eine kurze Kaffepause, aber meistens erst wieder zum Mittagsessen.

10:30 -12:00 Emi hat ein Online Meeting mit ihrer Klasse und Lehrerin. Für 1-2 Stunden ist es angesetzt. Die Lehrerin gestaltet den Online Unterricht tatsächlich wie in der Schule mit erklärenden Einheiten, Einheiten wo Hefteinträge angefertigt werden und Beteiligung der SchülerInnen. Meistens funktioniert die Plattform einwandfrei. Erstaunlicherweise herrscht wirklich Disziplin während dieses Online Unterrichts.

Vorgedrehte Videos der Lehrerin erleichtern das selbstständige Lernen zuhause

Bei Selma in der ersten Klasse findet kein Online Unterricht. Die Lehrerin hat sich die Mühe gemacht und jede Unterrichtsstunde vorab per Video aufgezeichnet. Die Kinder bekommen also 5×3 Videos (Fächer: Mathe, Deutsch, HSU) pro Woche, die sie ansehen und parallel in ihren Heften bzw mit den Arbeitsblättern mitarbeiten. Für Selma ist diese Form des Unterrichts perfekt, sie kommt sehr gut damit zurecht.

Online Unterricht – schon fast normal…

12:30 Tatsächlich haben wir uns angewöhnt gegen 12/12:30 Uhr Mittag zu essen. Bis 14 Uhr machen wir dann erstmal einfach nichts! Ab 14 Uhr werden dann die restlichen Aufgaben erledigt. Oft sind die Kids aber bis zum Mittag mit allen Aufgaben durch und können sich am Nachmittag mit dem beschäftigen was ihnen Spaß macht.

Langeweile kommt all zu oft auf. Wir treffen uns nicht mit Freunden, lediglich mit einem Nachbarskind treffen sich die Kinder hin und wieder auf dem Spielplatz sofern es das Wetter zu lässt. Im Keller haben wir ihnen Aerial Yoga Bänder zum auspowern angebracht, die erfüllen ihren Zweck, die Mädels lieben es dort akrobatisch kreativ zu werden. Und so ziehen die Wochen im Moment ins Land, die Tage gleichen sich, es gibt nicht wirklich Highlights, es ist alles recht ruhig und gleichmäßig. Ich genieße diese neue Routine, bin froh dankbar dafür, dass wir alle gesund. Wie sieht der Lockdown Alltag bei euch aus? Ich bin gespannt zu lesen, wir ihr euch organisiert.

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