Kategorie: Rezepte

Mandelmilch selbstgemacht – einfach und schnell!

Heute habe ich etwas super simples für euch: Mandelmilch und zwar selbst gemacht. Die Mandelmilch, die ich hier in Seoul kaufen kann ist immer stark mit Zucker angereichert. Das mag ich nicht, den Zucker füge ich lieber selber hinzu, wenn ich das möchte.

Ich nehme Mandelmilch sehr gerne für meine Smoothies/ Milchshakes oder für meine Overnight Oats – als Milchersatz. Ihr könnt das mal ausprobieren, es schmeckt wirklich prima.

An sich ist der Begriff Mandelmilch irreführend, Mandelwasser würde es eigentlich eher treffen. Da es aussieht wie Milch, nennt man es wohl Milch. Klingt auch irgendwie gehaltvoller. Nun aber zu unserem simplen Mandelmilch-Rezept.

Ihr braucht: wpid-picsart_1455762516381.jpg

200 Gramm Mandeln
1 Liter Wasser
Zimt oder Vanillezucker (optional!)

Und so geht’s:
Füllt die Mandeln in einen Behälter, gießt das Wasser darauf und püriert das Ganze mit einem Pürierstab circa 1 Minute. Das Wasser wird sofort milchig. Anschließend gießt ihr das Gemisch durch ein Mulltuch und erhaltet dadurch eine schöne Mandelmilch. Die “Mandelpaste”, die da übrig bleibt bitte nicht wegschmeißen, die könnt ihr eurem nächsten Müsli beimischen. Nach Belieben dürft ihr eurer Mandelmilch noch einen eigenen Flavour geben. Ich mache das manchmal mit Zimt oder Vanillezucker. Füllt eure Mandelmilch in eine verschließbare Flasche, so könnt ihr sie 2-3 Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Wenn ihr eure Mandelmilch fertig hergestellt habt und sie sogleich mal zum Einsatz bringen wollt, macht euch doch einen leckeren Banane-Peanutbutter-Mandelmilch-Shake.

Einfach 2 Bananen mit 1 Teelöffel Peanutbutter und ein bisschen Mandelmilch mit dem Pürierstab mixen und schon habt ihr einen leckeren, cremigen Shake. Ergänzen könnt ihr den Shake auch noch mit einem Esslöffel Nusseis, dadurch wird es noch cremiger #yummy!!!

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Wenn es den Kleinsten schmeckt, muss es gut sein, oder? Der Becher war natürlich nicht voll 😉 Sie liebt es einfach aus diesen riesen Milchshake-Bechern zu schlürfen.

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Ich wünsche euch einen ebenso tollen Genuss!

Fertigzeug, nein danke! Instant Gemüsebrühe selbst gemacht

Wenn man sich mit dem Thema Ernährung, Nährstoffen, Lebensmitteln und Gesundheit beschäftigt und sich zur Diplom Ernährungstrainerin ausbilden lässt, gelangt man unweigerlich an den Punkt an dem man merkt, dass viele der “Lebens-mittel” oder Zutaten, die man bisher ohne Bedenken verwendete möglicherweise nicht die gesündesten und nahrhaftesten sind. Lebensmittel, so wie es das Wort eigentlich auch schon sagt, sollen (nicht bestenfalls, sondern grundsätzlich) Mittel zum Leben sein. Das heißt, sie sollen unserem Körper, unserem Organismus das zur Verfügung stellen, was er benötigt, um seine Arbeit gut und ohne negative Wirkung oder Nebenwirkungen (à la Unverträglichkeiten, Allergien und was es da sonst noch so alles gibt) zu erledigen. So weit so gut die Theorie. Es gibt die Unterschiedlichsten Lebensmittel (dazu an anderer Stelle bald mehr) und gerade bei den sogenannten verarbeiteten Lebensmittenl/ Nahrungsmitteln (processed food) lohnt sich immer ein Blick auf die Inhaltsstoffe der Produkte. Die geben euch Aufschluss darüber, was denn so drin ist, in eurem Lebensmittel – oder eben auch nicht drin ist. Ganz leicht zu verstehen sind diese Listen und Tabellen allerdings für den Laien auch nicht, was – nur am Rande kurz erwähnt – oftmals auch nicht ungewollt ist.

Nun zum Thema Gemüsebrühe. Ich wollte also wissen, was lässt denn meine Suppen überhaupt so lecker schmecken? Und siehe da, reichlich Gemüse ist es defintiv nicht.

Hier einmal für euch veranschaulicht, die Zutaten einer typischen deutschen klaren Gemüsebrühe:

  • Jodsalz
  • Geschmacksverstärker (Mononatriumglutamat, Dinatriuminosinat, Dinatriumguanylat),
  • Maltodextrin,
  • Stärke,
  • pflanzliches Öl (gehärtet),
  • Aroma (mit Weizen),
  • 4,8 % Gemüse (Zwiebeln, Karotten, Tomaten, Lauch), Sonnenblumenöl, Kräuter (Petersilie, Sellerieblätter, Liebstöckel), Kurkuma, karamellisierter Zucker

Also, erstmal eine ganze Menge Salz (steht an erster Stelle) und Geschmacksverstärker (ohje, daher kommt also der gute Geschmack), Maltodextrin ist ein Verdickungs- und Konservierungsmittel, Aroma kann ja nun alles sein, was genau darunter zu verstehen ist bleibt unklar und dann an letzter Stelle kommt bei unserer beliebten Instant Gemüsebrühe tatsächlich 4,8 % Gemüse. Das ist leider unterdurschnittlich für ein Produkt dass sich “Gemüsebrühe” nennt.

Wie reichhaltig und nahrhaft diese Produkt ist könnt ihr euch sicherlich vorstellen – überhaupt nicht nahrhaft und mit Lebensmittel hat das relativ wenig zu tun. Ich finde es äußerst schade, wenn wir uns unsere schönen Gerichte, in die wir Mühe und Liebe stecken durch ein so unwertiges Produkt herabqualifizieren. Weiterlesen

Kimchi selbermachen – das koreanische Superfood

Kennt ihr Kimchi? In Korea ist es das Essen bzw die Beilage schlechthin. Kimchi isst man  morgens, mittags, abends, zu jeder Mahlzeit wird es gereicht. Es ist gleichermaßen traditionell wie populär und über die Grenzen Koreas hinweg bekannt. Kimchi gilt mittlerweile als einer der fünf gesündesten Nahrungsmittel der Welt. Das finde ich herausragend spannend und wert, sich näher damit zu beschäftigen.

Was ist Kimchi?
Kimchi (kor. 김치) ist eingelegtes Gemüse. Ursprünglich legte man vor Beginn des eisig kalten Winters in Korea große Vorräte an. Hiefür bediente man sich des Prozesses der Fermentierung. Das Gemüse wird durch Säuregärung haltbar gemacht, sodass es in den kalten, weniger ertragsreichen Monaten als Lebensmittel zur Verfügung steht. Auch heute wird traditionell Kimchi in großem Stil im Spätherbst hergestellt. Jede Familie hat ihr eigenes Familienrezept und jeder isst natürlich das Kimchi seiner eigenen Mama am liebsten.

Kimchi cooking class im Korean templefood centre
Ich liebe Kimchi (mittlerweile). Da ich davon ausgehe, dass ich in Deutschland Kimchi  nicht an jeder Ecke finden werde, habe ich mir fest vorgenommen zu lernen, wie man Kimchi zubereitet. Gemeinsam mit meiner Freundin Natalie waren wir im “Korean templefood centre” in Seoul zu einer sog. Kimchi cooking class – also einem Kochkurs.

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Da unser Kochkurs in einem Tempel stattfand war unser Rezept natürlich der koreanischen Tempelküche (korean temple cuisine) entnommen. Das sogenannte templefood (Tempel essen) ist die Nahrung, die die Mönche in den Klöstern essen. Hierbei liegt der Fokus nicht nur auf den Zutaten, also den Lebensmitteln an sich, sondern auch auf der geistigen Haltung, die man während des Essens einnimmt: Essen ist Energie, Essen ist Medizin, für unser Essen dürfen wir dankbar sein. Ich meinte zu merken, dass auch der Umgang mit dem Lebensmitteln während der Zubereitung sehr sorgsam war.

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Wie wird Kimchi zubereiter in der sog. temple cuisine? 
Zutaten:
1 Chinakohl
500 gr (kor. Rettich)
1 Karotte
150 gr glatte Petersilie
250 gr brauner Senf Blätter
Für das ‘Dressing’
100 gr Chilli Pulver
50 ml koreanische Soyasoße
1 Apfel
1/2 Birne
1 Stückchen Ingwer gerieben
300 gr Meersalz
1.5 EL geröstete Sesamkörner
1 Kaki
150 gr Grünalge (codium fragile)

Für die Gemüsebrühe
1 Liter Wasser
4 Shiitke Pilze
1/4 (koreanischen) Rettich
Für die Reisstärkepaste
1/2 Tasse Reismehl
2 Tassen Gemüsebrühe
1 EL Meersalz

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Zubereitung der Gemüsebrühe
Gebe alle Zutaten für die Gemüsebrühe in einen Topf und bringe es zum kochen. Sobald es kocht Hitze runter regulieren und 10 Minuten ziehen lassen. Anschließend abgießen.

Zubereitung der Reisstärkepaste
Gebe die Gemüsebrühe in einen Topf. Füge das Reismehl hinzu und bringe das Gemisch zum kochen. Rühre solange um, bis die Konsistenz andickt.

Zubereitung Kimchi
Schneide den Chinakohl längs durch. Nun stellen wir eine Sole her, indem wir 1 Tasse Salz auf 10 Tassen Wasser geben. Den Chinakohl legen wir nun für 5 Stunden hierin ein. Nach 5 Stunden nehmen wir den Chinakohl aus der Sole und spülen ihn mit klarem Wasser ab.
Den Rettich schneiden wir in schmale Streifen, ebenso die Karotte.

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Die Petersilie und die Senfblätter schneiden wir in ca. 3 cm große Stücke. Grünalge, Ingwer fein reiben. Apfel und Birne werden ebenfalls fein gerieben. Die Kaki pressen wir durch ein Sieb.

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Nun mischen wir in einer großen Schüssel alle Zutaten mit der Reisstärkepaste und würzen  mit Salz. Nun legen wir den Chinakohl in die Große Schüssel mit hinein und geben von dem Dressing zwischen jedes Kohlblatt eine gute Menge. Fertig ist unser Kimchi.

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Es kann sofort gegessen werden oder aber im Kühlschrank aufbewahrt werden. Je länger es fermentiert, umso sauerer wird es im Geschmack.

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Wer Kimchi kennt, kennt sicherlich auch den starken Knoblauchgeschmack. Die Version, die ich euch vorgestellt habe, enthält allerdings kein Knoblauch, da Knoblauch eines der Zutaten ist, die in der temple cuisine nicht verwendet werden. Knoblauch als stark Energiegeladenes Lebensmittel hat eine aphrodisierende Wirkung (ja, man mag es aufgrund des Geruchs nicht glauben) und die Tempelmönche möchten diese Wirkung natürlich nicht provozieren, insofern meiden sie Knoblauch. Ausserdem ist in einer Gemeinschaft, in der viele Menschen auf engem Raum leben der penetrante Geruch eher unangenehm.
Ihr könnt natürlich eurem Kimchi auch fein gepressten Knoblauch hinzufügen.

Wenn ihr ein bestimmtes Lebensmittel nicht finden könnt, dann schreibt mich sehr gerne an und ich erkundige mich hier im Tempel nach einer alternativen Zutat. Habt ihr keine Äpfel, Birnen oder Kaki daheim, könnt ihr einfach ein wenig Rohrzucker (besser als Haushaltszucker) zum süßen in euer Dressing geben. Die Früchte dienen in diesem Rezept dem süßen.

Ich hatte einen faszinierenden, schönen Tag im Templefood Centre, ich habe eine Menge spannender Menschen kennengelernt.

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Liebe Natalie, liebe Elly, vielen Dank an euch, dass ich gemeinsam mit euch mein erstes Kimchi herstellen durfte – wir waren ein wunderbares Kochteam!!! Thanks to Natalie and Elly who made my first selfmade-Kimchi experience a very special one <3

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5 Minuten Brot – mein Brot mit Trockenhefe

Ich habe ja nun schon des öfteren über das koreanische Brot gemeckert. Zu Süß, zu schnell trocken, zu knatschig. Irgendwas gefiel mir immer nicht. Meckern geht immer leicht, etwas dran ändern manchmal aber noch leichter. Heute teile ich mit euch mein Wenn-es-mal-wieder-schnell-gehen-muss Brot Rezept. Es geht nicht nur super schnell, sondern auch super einfach. Ausnahmslos jeder, der es schon probieren konnte, hat mir auch bestätigt, dass es super lecker schmeckt. Also los geht’s, backt euch doch auch einfach mal euer eigenes Brot:

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Schnelles chicken-curry: einfach & lecker!

(Schmeckt wie bei meinem Lieblingsthai in Frankfurt! Echt!)

Kochen braucht Zeit, Geduld, viel Liebe und ein Gespür für die Zutaten. Im Regelfall. Doch manchmal haben wir diese Zeit einfach nicht, – gerade mit Kind(ern) – dann sind schnelle, einfache Gerichte praktisch. Hier heute mal wieder ein Blitz-Rezept, wenn es etwas schneller gehen sollte und ihr trotzdem ein super leckeres Gericht auf dem Tisch haben möchtet.

Ihr braucht

  • 500 Gramm Hühnchenbrust in kleine Stücke geschnitten.
  • 1 Zwiebel klein geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen klein gehackt
  • 1 Karotte klein in Streifen geschnitten
  • Gemüse nach Belieben (ich habe dieses mal grüne Bohnen und Erbsen (eher ungewöhnlich!) genommen, super passt auch Paprika)
  • 1 EL Currypaste
  • 1 kleine Dose Kokosmilch (herkömmliche Milch geht auch. schmeckt dann aber ein bisschen anders)
  • 1 EL Erdnussbutter
  • 1 Handvoll Nüsse
  • 1 Tasse Reis

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Und so geht’s:

  1. Bereitet parallel zu eurem Hauptgericht den Reis als Beilage zu. Reis benötigt frisch gekocht circa 20 Minuten.
  2. Bratet das Fleisch gemeinsam mit den Zwiebeln und der Currypaste an.
  3. Gebt die Karotten hinzu.
  4. Gießt es nach kurzem anbraten mit Kokosmilch ab.
  5. Nun aufkochen und die Erdnussbutter unterrühren.
  6. Zum Schluss gebt ihr nach und nach euer restliches Gemüse hinzu, sodass es kurz mitkommen kann (Achtung, nicht all zu lange, damit es schön knacken bleibt!)
  7. Gerne könnt ihr mit Salz und Pfeffer nachwürzen, die Currypaste ist an sich schon so reich an Gewürzen, dass ihr das evtl. gar nicht braucht.
  8. Zum servieren streut ihr ein paar Nüsse über euer leckeres Chicken – Curry.

Yummy! Guten Appetit wünsche ich euch!