Kategorie: Familie

Über Lebensverändernde Momente

14.12.2019 – mein letzter Beitrag hier – es ist Zeit Mamalogik zu entstauben, wieder mit Leben zu füllen, Geschichten zu erzählen, Gedanken zu teilen. Fast fällt es mir schwer über die Seite zu scrollen und die Beiträge anzusehen, es ist so viel passiert und das letzte Jahr, dieses 2020 war für uns alle ein außergewöhnliches, ein nervenraufreibendes, ein veränderndes. Lasst mich im Dezember 2019 beginnen, als mein Leben plötzlich und kurzfristig aus den Fugen geriet.

Meningitis

Meningitis – Hirnhautentzündung – sagte mir bis dahin: Nichts! Weder wusste ich, woher man sie bekommen könnte, noch war mir bewusst, dass eine Hirnhautentzündung lebensbedrohlich sein kann. Bis ich es am eigenen Leib zu spüren bekam. Erkältung, Nasennebenhöhlenentzündung, Mittelohrentzündung und dann… Pneumokokken (Bakterien) wandern ins Gehirn und schalten mich einmal komplett aus. Ich erspare euch Details, so viel sei gesagt: es ging schnell, ich bekam nicht viel mit und verstand als ich wieder aufwachte die Welt um mich herum nicht mehr.

Was war passiert, ich war doch bloß erkältet? Wieso bin ich im Krankenhaus und wie um Himmels willen bin ich hier her gekommen? Seit wann liege ich hier auf dieser Intensivstation und was sind das alles für Geräte? Es ist wie ein Filmriss, dir fehlen Tage in deinem Leben, keine Erinnerung, einfach Nichts. Du hörst zu, was dir erzählt wird, über dich, über das was da war und mit dir gemacht wurde und es klingt wie als lauschtest du einer Geschichte mit der du nichts zu tun hast, dabei ist es deine eigene Geschichte, dein Kampf ums überleben. Das klingt verrückt.

Man kann das Leben rückblickend manchmal aufteilen in ein “davor” und ein “danach”, dies war so ein Lebensereignis. Es ist einer dieser “lifechanging-moments”. Diese Hirnhautentzündung, sie hat mich viel gelehrt und trotzdem hätte ich sie mir gerne selbst erspart, aber es ist wie es ist und wir müssen es eh nehmen wie es kommt, also machen wir weiter mit einer neuen Erfahrung im Gepäck.

Seitdem

Prioritäten haben sich verschoben, Wahrnehmungen verändert, Situationen werden anders bewertet, es ist als sähe man mit schärferen Augen auf das Leben und die Welt, auf die Menschen um sich herum und all das was da ist. Mir geht es so. Jeder Moment ist kostbar und im vollen Bewusstsein darüber sein zu können, dass jeder Moment die Option einschließt ein letzter sein zu können ist bereichernd und beängstigend zugleich. Wir ignorieren so gerne die Tatsache, dass wir nicht unendlich hier sein werden, dass Leben immer auch heißt irgendwann gehen zu müssen, das Leben endlich ist, unsere Tage hier nicht ewig sind, sie sind zählbar – von hinten. Und gleichzeitig leben wir als hätten wir alle Zeit der Welt – für immer. Wir wiegen uns in der vermeintlichen Gewissheit das hier unser Platz ist und immer sein wird, wir sind stark und nichts wirft uns aus der Bahn – das passiert wenn überhaupt eh nur “den Anderen”. Doch so ist das nicht – was heute ist, ist nicht garantiert morgen auch noch (so) zu sein. Also bin ich dankbar, versuche ich bewusst dankbar zu sein, für jeden Tag, für die Momente, ich schaue manchmal einmal mehr hin als ich es davor getan habe, oder einfach mal eine Sekunde länger. ich konserviere die Guten und lasse die schlechten einfach los. Ich mache langsam und hetze nicht durch dieses Leben, denn wofür? Warum an allem vorbei rennen? Warum sich selbst in Stress versetzen? Bewusst wahrnehmen, den Moment mitnehmen, tun was ich gerade tue und nicht noch 1000 Dinge nebenher. Und im Alltag geht mir das auch oft wieder verloren, gerade mit Kindern und Baby und Haus und Corona und allem drum herum – aber ich finde es immer wieder und dann fällt mir wieder ein worum es eigentlich geht und dann fällt es mir wieder leicht, den Moment so zu nehmen wie er ist und ihn schön zu finden und dankbar zu sein, dass ich ihn erleben darf. Seitdem ist einfach alles ein bisschen intensiver, bewusster, es erfüllt den Moment mit Leichtigkeit und Schwere zugleich.

Und oft ist da auch Angst, da kommen Bilder und Erinnerungen und Träume, das ist nicht so schön. Aber es lässt sich mit leben und das ist die Hauptsache. Ich möchte so vieles noch erleben, meine Kinder groß werden sehen, sie begleiten und einfach bei allem mit dabei sein können, es ist nicht selbstverständlich, dass wir das können, das weiß ich seitdem!

Unser kleines großes Wunder

“An erster Stelle steht das Leben ihrer Frau” – sagte man meinem Mann. Harte Worte und wenn ich heute unser kleines bezauberndes Wunder ansehe trifft es mich mitten ins Herz. Es ist alles gut gegangen. Ich kann dankbar und glücklich sein, dass sie so tapfer mit mir gekämpft hat, dass sie hartnäckig war und die Stärke besaß sich da durch zu beißen, das wir das zusammen geschafft haben, ich sie heute in meine Arme schließen kan und wir zusammen kuscheln und lachen können. Ein Arzt sagte zu mir im Krankenhaus: “Sie sind wie kleine Parasiten, sie nehmen sich was sie brauchen!” – Und das hat sie getan. Sie ist Gott sei dank ein lebendiges, süßes, quirliges kleines Mädchen und macht unsere mittlerweile große Familie komplett und glücklich! Elanur du kleines Wunder, es ist wunderbar dass du bei uns bist!

Ich habe nun wirklich lange gebraucht um darüber schreiben zu können, meine Gedanken dazu sind auch nach wie vor nicht richtig sortiert, doch es tut gut sie hier so auszuformulieren und mit euch zu teilen. Hattet ihr “lebensveränderte Momente”, Momente, die euer Leben nachhaltig geprägt haben? Ich freue mich, wenn ihr sie mit mir teile.

Zurück in Deutschland (Repatriation Part 1)

Repatriation: Die Rückholung ins Herkunftsland. Ein Jahr nach unserer Rückkehr nach Deutschland möchte ich einen Rückblick wagen: Wie ist es uns ergangen, was ist alles passiert? Was waren die Herausforderungen und was war besonders schön? Unser erstes Jahr zurück in Deutschland:

Juli bis September 2018 – Repatriation

Ich erinnere mich noch sehr genau daran, wie emotional der Abschied von Seoul für uns alle war. Wir alle ließen uns lieb gewonnene Menschen zurück. Doch die Freude überwog: nach drei Jahren wieder näher an unsere Familie & Freunde rücken – so war auch das große Wiedersehen am Frankfurter Flughafen emotional und sehr schön!

Wiedersehen Flughafen Frankfurt

Gleichzeitig mussten wir uns mit dem Tatsache anfreunden in Deutschland nicht in unsere alte Heimat zurückzukehren, sondern auch wieder in eine Gegend zu ziehen, zu der wir keinerlei Bezug hatten. Next stop: Franken! So zogen wir für 2 Monate in eine Übergangswohnung in Erlangen und begannen das beschauliche Kleinstadtleben mit viel Natur, ganz vielen Spielplätzen und einem sehr heißen Sommer (ohne Klimaanlage) zu genießen. Es war ein schöner Sommer, wir durften wieder alles neu entdecken. Ich weiß noch wie fasziniert ich vom morgendlichen Vogelgezwitscher, dem satten grün der Wiesen und Wälder war und wie irritierend und teilweise auch anstrengend ich es empfand plötzlich wieder alles Gesprochene auf der Straße, im Bus, im Restaurant, im Einkaufsmarkt zu verstehen.

Doch die Sommermonate zogen sich, wir waren lediglich mit ein paar wenigen Koffern eingereist, uns fehlten unsere eigenen vertrauten Sachen und erschwerend kam hinzu, dass wir in Korea bereits 2 Wochen Ferien hatten, in Bayern die Sommerferien 4 Wochen nach unserer Ankunft erst begannen und dann natürlich auch noch 6 Wochen andauern würden. Das hieß für uns: insgesamt 12 Wochen Ferien, 12 Wochen = 3 Monate. 3 Monate in einer Übergangswohnung in einer Umgebung, in der wir niemanden kannte, die Mädchen keine Freunde hatten und wir uns erstmal aklimatisieren mussten und es unglaublich viel zu organisieren gab. Es war teilweise ein Spießrutenlaufen, der an unser aller Nerven zerrte.

Umso dankbarer war ich, als eine liebe Freundin uns kurzerhand nach Österreich in ihr Ferienhaus einlud.

Kärnten Sommer 2018

So machten wir uns eine wunderschöne gemeinsame Zeit im schönen Kärnten. Vielen lieben Dank an dieser Stelle nochmal an Veronika von Meine Kostbarkeiten.

Irgendwie haben wir diese super lange Ferienzeit dann doch rum bekommen und durften unserem nächsten Event entgegenfiebern: Emis Einschulung!

September bis Dezember 2018 – Ankommen

Am 01. September 2018 zogen wir aus unserer Übergangswohnung in Erlangen aus und in unser Haus auf einem Dorf zwischen Erlangen und Forchheim ein. Wir hatten uns bewusst für das Leben auf dem Dorf entschieden – aus 2 Gründen. 1. die Mieten in der Stadt sind exorbitant hoch und die Objekte, die uns der Makler zeigte überzeugten uns nicht. 2. Wir wollten nach drei Jahren Seoul, schlechter Luft und wenig Natur die volle Ladung Natur mit allem drum und dran. Bis heute genießen wir das Grün, die frische Luft, die Weite und die Ruhe.

Anfang September feierten wir den 4. Geburtstag unserer Selma. Das nächste Event sollte sich schnell anschließen.

4. Geburtstag Selma

Ab dem 11.9. hieß es dann für Emi: Der Ernst des Lebens beginnt… Furchtbarer Spruch, aber doch auch wahr, denn sehr schnell holte uns die harte Realität des deutschen Schulsystems ein. Kein Kuschel-Modus mehr, wie wir es aus unserem tollen international Kindergarten in Korea gewohnt waren, nein, jetzt zählt nur noch Leistung, der Lehrplan muss durchgeboxt werden, um jeden Preis.

Einschulung Emi September 2018

Emi verlor leider sehr schnell die natürliche Lust am Lernen, die sie durch die ECLC-Jahre entwickelt und begleitet hatte. Zu schnell verlangte das System zu viel von ihr ab, sie musste sich sozial erst neu eingliedern, neue Kontakte knüpfen, beim Lernpensum mithalten – es war viel – aber sie meistert es mit Bravour. Heute, ein Jahr später haben wir es geschafft, ihre Freude am Lernen wieder zu wecken, vermutlich war es einfach zu viel auf einmal kurz nach der Rückkehr aus Seoul.

Gleichzeitig startete auch Selmas Kindergarten, beide Kinder waren somit betreut. Natürlich ging all das nicht so smooth, wie es sich hier vielleicht liest, in kürzester Zeit mussten wir (Deadline war der Schulstart) uns neu orientieren, sämtliche Behördengänge erledigen (wieder neu anmelden, Auto anmelden, dann wieder abmelden und alles wieder neu anmelden aufgrund des zweimaligen Umzugs), die Schuluntersuchung musste nachgeholt werden, eine Wohnung oder ein Haus und die Kita für Selma gefunden werden. Es war eine turbulente Zeit.

Doch nun hatten wir all das geschafft und ich sah mich mit der Frage konfrontiert: Wie soll es überhaupt für mich weitergehen? Ich hatte mich in all dem Trubel entschieden, meinen Marktwert einfach mal zu testen. Was damals genau der Trigger war, weiß ich nicht mehr, ich kann mich aber noch erinnern, dass mein Rentenbescheid der im Laufe der ersten Wochen nach unserem Rückzug ins Haus flatterte, mich darin bestärkte das Projekt “Working-Mom” sehr ernsthaft anzugehen. Mittlerweile war ich 4 Jahre nicht mehr in einem Angestellten-Verhältnis beschäftigt – das wollte ich ändern.

Nach kurzem Bewerbungsprozess bot sich mir die Gelgenheit einer Vollzeitstelle mit Option auf bis zu 3 Tage Homeoffice – Bingo, das klang super, das wollte ich jetzt unbedingt! Also begann ich zu organisieren, Fragen die aufkamen:

  • Kinderbetreuung
  • Haushalt
  • Fahrtstrecke – 40km täglich: ich brauche unser Auto (wir hatten bis dato nur ein Auto, mein Mann bot an er könne die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen – super, so machen wir das)

Zum Thema Kinderbetreuung war schnell klar, dass wir es mit einem Aupair probieren wollen. Ich vertiefte mich in das Thema, las Blogbeiträge, Erfahrungsberichte und ging gleichzeitig auf die Suche nach einem Aupair, das für uns geeignet war. Hierzu werde ich euch gerne detailliert in einem separaten Beitrag berichten.

Schlussendlich wurden wir sehr kurzfristig fündig und unser Aupair aus Indonesien zog Mitte November bei uns ein. Die Kinder fanden es sehr spannend und ich war froh und beruhigt, dass alles sehr smooth von statten ging und ich mich auf meinen Einstieg zurück in die Arbeitswelt voll und ganz konzentrieren konnte.

Wie es mir und uns als Familie dabei erging erzähle ich euch in meinem Beitrag Repatriation Part 2.

Hard facts: Erkältungszeit – die längste Zeit im Jahr – mit Kindern!

Habt ihr auch das Gefühl, dass eure süßen kleinen bezaubernden Kinder nicht nur jede Menge Freude in euer zuhause bringen, sondern auch exorbitant viele Viren? Habt ihr kinderlos nur so vor Gesundheit gestrotzt und fühlt euch mittlerweile permanent der Gefahr ausgesetzt jede Erkältung mitzunehmen? Mir geht es definitiv so. Ich war in meinem ganzen Leben nicht annährend so oft gesundheitlich angeschlagen wie in den vergangenen 6 Jahren. Einfache bis kompliziertere Erkältungen mit Nasennebenhöhlenentzündungen und und und…
Ja, ich nehme einmal die Sinusitis bitte, davon hatte ich dieses Jahr noch nicht genug, meine Tochter? Ja, die bitte auch. Und danach die Schwester. Der Papa? Ja, der darf auch nicht verschont bleiben.
Manchmal zweifelte ich schon an meinem Immunsystem, an unserer Vitaminzufuhr, unseren Abwehrkräften. Liebe Eltern, haltet euch fest, ich konnte die Zahlen nicht glauben:

Laut einer US-Studie leiden Großfamilien (hier definiert als Familie mit 6 Kindern) 87% des Jahres unter Virusinfektionen. Ja, ihr habt richtig gelesen 87%. Das ist also fast das ganze Jahr. Ich bin mit meinen gefühlt dauerhaften oder zumindest immer wiederkehrenden Erkältungssymptomen gar nicht so alleine, es scheint hier einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der sich im Haushalt lebenden Kinder und der Krankheitstage im Jahr zu geben.

Die Utah Better Identification of Germs-Longitudinal Viral Epidemiology study , eine Studie, die im Beobachtungszeitraum von einem Jahr 108 Personen (26 Haushalte) im Alter von 1-57 Jahren im Hinblick auf das Vorhandensein von Atemwegsviren untersuchte, liefert uns erstaunliche Zahlen.
Das Forscherteam fand heraus, dass Personen aus kinderlosen Haushalten lediglich 3-4 Wochen im Jahr unter einer Virusinfektion leiden.
Erhöht sich die Anzahl der Personen im Haushalt um lediglich 1 Kind, steigt die Zahl der “Krankheitswochen” im Jahr um 35 Prozent auf 18 Wochen. Ein zweites Kind schlägt noch einmal ordentlich zu Buche – 29 Wochen des Jahres werden wir durchschnittlich als 4 köpfige Familie von Virusinfektionen geplagt.
29 Wochen mit Infekt, 23 ohne. Weit mehr als die Hälfte, das ist eine beträchtlich Anzahl an Wochen, findet ihr nicht auch?

Für alle Skeptiker noch ein paar Hintergründe zur Studie:

  • Die Studie wurde durchgeführt im Zeitraum August 2009-August 2010
  • es wurden Symptomtagebücher geführt, die wöchentlich online abzugeben waren
  • es wurde wöchentlich ein Abstrich aus den vorderen Nasenlöchern genommen und auf Viren geprüft

Wem die Facts nicht reichen, die Studie findet ihr frei verfügbar hier.

Und jetztkommt die gute Nachricht:
Nicht jeder nachweisbare Virusinfekt zeigte sich auch mit Symptomen. Das heißt, wir tragen öfter einen Virus in uns, als dass wir es durch Symptome bemerken.

Sicherlich kann man die Studie an einigen Stellen kritisieren, die Studienteilnehmer stammten beispielsweise alle aus der selben Region und berücksichtigen somit keine geographischen oder sozioökonomischen Unterschiede. Dennoch lässt sich mein Gefühl bestätigen: Dank unserer Kinder sind wir alle öfter krank.

Auf einen symptomfreien Winter meine Lieben! Bleibt gesund!

 

Von Großelternliebe und strahlenden Kinderaugen

Vergangene Woche hatten wir Besuch. Die Großeltern aus Deutschland waren angereist, zum ersten Mal nach Korea, zum ersten Mal waren sie so weit weg von Zuhause. Ich freue mich jedesmal wenn unsere Liebsten diese lange Reise für uns auf sich nehmen.

Es war herzerwärmend und schön. Wir brauchten nicht viel Sightseeing und Touri-Programm, sondern nur uns und ganz viel gemeinsame Zeit. Die Kinder waren so glücklich, das Strahlen ihrer Augen, die Klarheit im Blick, das intensive genießen. Fallen lassen im Moment und aufgefangen werden von Liebe, die sie trägt. Die Liebe der Großeltern ist so anders als die Liebe der Eltern und sie ist so wichtig, so elementar für diese kleine Herzen, für ihr Urvertrauen, für ihr Verständnis von sich selbst. Man konnte es förmlich sehen, es lag in der Luft in dieser Woche.

Die Tränen beim Abschied taten weh, doch wir konnten sie schnell trocknen. Nun ist wieder Alltag und uns bleibt eine wunderschöne Erinnerung an eine intensive gemeinsame Zeit.

Kidscafes in Seoul

Ich wurde mittlerweile so oft auf unsere Kidscafes hier in Seoul angesprochen und gerne erzähle ich euch ein bisschen mehr davon.

In Seoul gibt es sehr viele Kidscafes. Kidscafes sind Cafes, denen ein riesen Spielbereich für Kinder angegliedert ist, wo sie sich austoben können und die Eltern gleichzeitig entspannt ihren Kaffe genießen und sich unterhalten können. Obendrein gibt es meistens Betreuungspersonen, die nicht nur ständig damit beschäftigt sind aufzuräumen, sondern auch ein Auge auf die Kinder haben, mit ihnen Lego bauen oder malen und auch mal ein Tränchen trocknen, wenn sie hinfallen (Natürlich liegt die Verantwortung aber bei den Eltern, ihre Kinder im Auge zu behalten).

Am liebsten gehen wir mittlerweile in das HelloBangBang Kidscafe in Haengdang oder das Lilliput Kidscafe in Hannam Dong. Sie sind beide wunderschön zum spielen.

Lilliput Kidscafes sind sehr fancy und schick, aber auch teuer (insbesondere das Essen und die Getränke!), doch es lohnt.

Für alle Neuankömmlinge in Seoul hier die Adresse:
85 Dokseodang-ro, Hannam-Dong, Yongsan-gu, Seoul
Für das koreanische Navi oder den Taxifahrer könnt ihr die koreanische Adresse verwenden:
서울 용산구 독서가로 85 (한남동) 지하1층

Es lohnt sich anzurufen und zu reservieren (mein Lieblingsplatz, der ovale Tisch in der Mitte mit den gemütlichen Sesseln 😉
02-792-9873

Im Lilliput Kidscafe trifft man viele Expats, das Kidscafe ist bekannt in der Community, außerdem sind sehr viele Konsulate und das UN Village in der Nähe.

Wer es lieber etwas einheimischer mag, dem empfehle ich das HelloBangBang Kidscafe in Haedang. Es ist so toll dort.

Eigentlich ist es 1 Raum mit sehr hohen Decken, die Besitzer haben eine 2. Ebene eingebaut und so mehr Raum zum spielen und sitzen geschaffen wurde. Es ist wirklich toll gemacht, schaut es euch unbedingt einmal an.

Hello Hello Bang Bang Kids Cafe (Haengdang)
헬로방방 키즈카페 (행담역점)
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Line 5, Exit 4, Lotte Mart, 4. Stock (Aufzug!)
Die Adresse:
82 Haengdang-ro, Haengdang2(i)-dong, Seongdonggu, Seoul
Auf koreanisch: 서울 성동구 행당로 82 (행당동 346)

Es gibt bei Facebook eine Gruppe, Kiddin around Soko, hier posten Eltern, wenn sie ein neues Kidscafe entdeckt haben oder wenn ein Kidscafe wieder schließt.

Ich wünsche euch viel Spaß beim entdecken und spielen und Kaffe trinken, eure Kinder werden es garantiert lieben.

P.s.: Kennt ihr eigentlich schon meinen Instagram Account? Dort poste ich regelmäßig Bilder und Videos aus unserem Alltag. Ich freue mich, wenn ihr auch da mit dabei seid, einfach hier klicken.