A & O – vom Auswandern und Orientieren und dem letzten Monat @ home in Deutschland – Teil 1

Wow, die letzten vier Wochen sind wie im Fluge vergangen und passiert ist so viel. Daher lag mein Blog auch still  und ihr konntet uns leider ‘nur’ auf Facebook begleiten (für alle die uns noch nicht folgen einmal hier entlang 😉

Das wird sich aber nun wieder ändern. Aber immer der Reihe nach. Vom 05. April bis zum 11. April haben wir eine sogenannte Orientierungs – Reise gemacht. Ziel hierbei war es, eine Wohnung zu finden, uns für einen Kindergarten zu entscheiden und natürlich für meinen Mann, sein Team kennen zulernen. Wir entschieden uns dazu, die Große bei den Großeltern zu lassen, damit wir uns auch wirklich voll und ganz in den wenigen Tagen auf das Wesentliche konzentrieren können. Es war klar, wenn wir beide Kids mitnehmen, würden wir nicht drum herum kommen einen großen Teil der Zeit in Kinderprogramm welcher Art auch immer zu investieren. Rückblickend können wir sagen, es war die beste Entscheidung (wenn auch es uns schwer viel zum ersten Mal so lange von unserem großen Mädchen getrennt zu sein!).

Der Flug (10 Stunden!) war mit Baby – sagen wir mal – ganz o.k. Die Kleine war leider etwas angeschlagen und dafür ziemlich tapfer. Geschlafen hat sie trotz eines sogenannten Bassinets fast nur in meinem Arm. 

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Wie geplant schauten wir uns in den kommenden Tagen eine ganze Reihe von Wohnungen an. In Seoul gibt es unterschiedlichen Formen von Mietwohnungen. Wir konnten wählen zwischen ‘Villa’ oder ‘Apartment’. Die Apartments stehen hierbei für modernes wohnen. Die Wohnungen befinden sich in tollen, modernen Hochhäusern und bieten allerhand an Komfort. Oftmals sind im Wohnkomplex ein Fitnessstudio, eine Sauna, eine Lounge, einen Golf Abschlagplatz, eine Relaxing Area und lauter solche klasse Sachen integriert. Die Villen sind schon fast ‘langweilig’ dahingegen. Allerdings befanden sich die Villen die uns gezeigt wurden in einer super tollen Wohngegend –  UN Village. Hier wohnen sehr viele Expats und der Weg zum Kindergarten wäre nicht weit. Letztenendes entschieden wir uns aber für ein sehr schönes Apartment in der Nähe von Seoul Station in Yongsang-gu. Der Arbeitsplatz meines Mannes ist fußläufig superschnell zu erreichen, er muss dafür nicht einmal an die frische Luft (die Mall im Haus ist unterirdisch mit der U-Bahn verbunden und die wiederum hat einen direkten Ein-/Ausgang zu seinem Arbeitsplatz (ja, sehr praktisch im Winter 😀 ).

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Diese schönen Kischblüten durften wir im übrigen in der ganzen Stadt bestaunen. So toll, wir waren genau in der Woche da, als die Kirschbäume in schönster Pracht erblühten.

Die Wohnung war also gefunden, nun mussten wir uns nur noch um den Kindergarten kümmern.

Da uns die Firma meines Mannes freundlicherweise vorab eine Liste mit Kitas in Seoul zur Verfügung gestellt hatte, konnte ich von zuhause schon einige anschreiben. Die entscheidende Frage für uns war hiebei –  neben dem pädagogischen Konzept – ob unsere Große mit einer weiteren Sprache – in diesem Falle englisch – überfordert sein würde. Nach einem sehr intensiven, offenen und ehrlichem Gespräch mit der Kindergarten-Leitung eines internationalen Kindergartens in Seoul entschieden wir uns die Große in einem internationalen und nicht in einem deutschen Kindergarten anzumelden. Im Juni wird sie zum ersten Mal dort sein. Da ich ihr schon vieles erzählt habe, ihr Bilder gezeigt habe und sie versuche darauf vorzubereiten, freut sie sich schon riesig und fragt mich jeden Tag mehrmals, wann sie denn endlich ‘zur Schule’ gehen darf. Das Ganze nennt sich nämlich nicht Kindergarten, sondern pre-school und als solche habe ich es ihr auch vorgestellt. Ich bin gespannt wie sie reagieren wird. Da sie sehr gerne in Deutschland in den Kindergarten gegangen ist, einen engen Bezug zu den Kindern, Erzieherinnen und Erziehern dort hatte, wünsche ich ihr von ganzem Herzen, dass sie sich in Seoul in ihrer ‘Schule’ mindestens genauso wohl fühlen wird.

Auch nicht unwichtig war mir die Tatsache, dass ich überall einen guten Kaffe trinken kann. Ich liebe guten Kaffe und mein Tag beginnt mit einem guten Kaffe, er setzt sich fort mit gutem Kaffe und schließt ab mit einem guten Tee 😉

 

Die Orientierungsreise ging extrem schnell vorbei, gerade angekommen hatten wir auch schon alles erledigt und mussten wieder nach Hause. Und irgendwie beschlich mich am letzten Abend im Hotel so ein Gefühl gerade nicht mehr unbedingt zurück zu wollen – wenn da nicht noch unsere Große wäre – daheim in Deutschland – die wir noch abholen und mitnehmen wollen. Ich habe an diesem Abend gemerkt, dass es die richtige Entscheidung war, dass ich keine Bedenken, sondern einfach nur Vorfreude in mir hatte und nun endlich wollte, dass es wirklich los geht. Ich denke ich hatte mich eingelassen auf unser großes Abenteuer und ich glaube das macht es mir leicht! Aber der letzte Monat in Deutschland sollte nochmal stressig, anstrengend, herausfordernd, wehmütig und trotzdem schön werden. Davon aber beim nächsten Mal.

Übrigens: Koreaner scheinen Kinder extrem zu lieben. Wir konnten keinen Meter laufen, ohne das jemand in den Wagen grinste, mit unserer Kleinen shakerte oder sogar sich in den Kinderwagen beugte. Ich kann mir vorstellen, da werden wir noch einige lustige Momente erleben mit unseren beiden Mädels in Seoul!

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Ich wünsche euch allen eine gute Nacht, denn hier in Seoul ist der Tag schon wieder fast vorbei.

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2 Kommentare

  1. Oh das klingt ja schon mal nach wunderbaren ersten Eindrücken! Uns ging es damals genauso. Es ist eine super Voraussetzung, wenn man so einen großen Schritt mit einem Haufen positiver Energie und voller Vorfreude wagt! Ich freu mich sehr für euch (Übrigens musste meine 3 Jährige auch mit 2 neuen Sprechen, nämlich türkisch und englisch, klarkommen. Das hat sie super verkraftet. Mach dir also keine Sorgen, Kinder brauchen am Anfang nicht so viel Sprache wie wir Erwachsenen, um zurecht zu kommen, deine Süße packt das locker!).

    • Mamalogik

      Danke meine Liebe, das hast du aber schön gesagt. Ich hoffe es wird sich bewahrheiten 🙂 Ich freue mich schon, wenn sie ganz schnell ganz viele neue Freunde findet 🙂 Ja, die positive Grundeinstellung einem so großen Schritt gegenüber ist glaube ich wirklich extrem wichtig. Ich bin einfach gespannt, was uns hier in Seoul so alles erwartet 🙂

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